Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

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28.08.2018

Teil II: Rudolf Steiners Kritik an Marx - „Beschäftigt man sich mit Rudolf Steiners Dreigliederungsimpuls, so kommt man nicht umhin, sich mit dessen Verhältnis zum Marxismus auseinanderzusetzen. Es gibt kaum einen Text oder Vortrag Steiners zum Thema Dreigliederung, der nicht auf irgendeine Weise Bezug auf die sozialistische Arbeiterbewegung nimmt.“ Georg Klemp Im ersten...   Weiterlesen

28.07.2018

Teil I: Positionen in der heutigen Dreigliederungsbewegung - „Beschäftigt man sich mit Rudolf Steiners Dreigliederungsimpuls, so kommt man nicht umhin, sich mit dessen Verhältnis zum Marxismus auseinanderzusetzen. Es gibt kaum einen Text oder Vortrag Steiners zum Thema Dreigliederung, der nicht auf irgendeine Weise Bezug auf die sozialistische Arbeiterbewegung nimmt.“ Georg Klemp Im ersten...   Weiterlesen

02.04.1980

Das Verfahren, die Richtungsunterschiede in Schweigen zu hüllen, ist kein Aus- sondern ein Irrweg. Denn es führt zur wachsenden wechselseitigen Abkapselung der Richtungen voneinander, wenn weder ihre Wortführer selber noch die Persönlichkeiten, die über sie mündlich oder schriftlich berichten, diese Divergenzen auch nur erwähnen.  Weiterlesen

01.04.1980

In diesem Schreiben drückt Heinz Kloss seine Sorge vor einer Zweispaltung der Dreigliederungsbewegung aus. Durch die Neuauslegung der sozialen Dreigliederung durch Wilhelm Schmundt enstehe eine Kluft, die "wesentlich breiter als alle vorherigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Dreigliederungsautoren" sei.  Weiterlesen

01.12.1970

Seit Kriegsende wurde die soziale Dreigliederung fast ausschließlich in kleineren Zirkeln und Gruppen theoretisch erarbeitet. Arbeit nach außen wurde entweder nicht versucht, nicht gewollt oder scheiterte. Die Form, in der die Dreigliederung vertreten wurde, wirkte auf Außenstehende wie auch auf andere anthroposophische Freunde nur in Einzelfällen überzeugend. Was fehlte, ist eine Dreigliederungsbewegung; die gab es seit 1919 nicht mehr – bis etwa 1966.  Weiterlesen

01.12.1960

Im Laufe des Winters 1918/19 wurde – als eine Vorstufe des assoziativen Wirtschaftens – die Idee einer Art Treuhandbank ausgearbeitet. Leider ist der Wortlaut dieses Entwurfes bisher nicht wieder aufgefunden worden. Roman Boos erwähnt diese Bestrebungen in seinem Buche „Vom Wesen der Anthroposophie Rudolf Steiners – in memoriam Carl Unger“ indem er einen von Dr. C. Unger im Jahre 1927 verfaßten Artikel zum Abdruck bringt. Da dieser heute weitgehend vergessene Artikel die damaligen Absichten in der Unger eigenen machtvoll-sachlichen Sprache deutlich schildert, sei er hier wieder zum Abdruck gebracht.  Weiterlesen

01.12.1959
Von:

Ein schweres Hemmnis für unsere Arbeit [für die Dreigliederung] ist intern begründet. Im Laufe der Jahre sind die Auffassungen über manche sozialwissenschaftlichen Probleme auseinandergegangen. Deshalb müssen wir zunächst die Begriffe klären, um sie richtig anwenden zu können. Unser Korrespondenzblatt wird hier eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben. Es scheint notwendig zu sein, gewisse Ansichten über solche Themen einander gegenüberzustellen, die zu Mißverständnissen führen könnten. Hierher gehört vor allem die Wertbildung im Produktionsbereich, der Zins und das Geld. Wir kommen nicht weiter, bevor diese Begriffe nicht geklärt sind. Wir haben die Absicht, unseren Freunden die Unterschiede ganz klar aufzuzeigen, damit sie sich selbst Urteile bilden können.  Weiterlesen

10.05.1921

Was in Oberschlesien 1921 sonst so gut wie unmöglich war, nämlich Deutsche und Polen in eine Versammlung zu bringen und solche Versammlungen auch durchzuführen, das gelang der Idee der Dreigliederung. Mit dieser Tatsache ist schon ihre wirklichkeitsgemäße Einstellung für Oberschlesien bewiesen.  Weiterlesen

08.07.1919
Von:

Als am 9. November 1918 nach der Meinung breiter Massen der Tag der Freiheit anbrach, lebte in einem kleinen Kreis von Menschen aus langjähriger Vertrautheit mit wirklich freiem Geistesleben die Überzeugung, daß ein Neuaufbau der deutschen Angelegenheiten nur möglich ist, wenn die rettenden Ideen ergriffen werden, die längst darauf warteten, ins wirkliche Leben eingeführt zu werden. Es sind die Ideen des dreigliedrigen sozialen Organismus, welche Dr. Rudolf Steiner aus seiner anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft entwickelt und seit Jahren vertreten hat. Nun da eine breite Bresche für neue Gedanken geschlagen war, begannen ein paar Menschen aus anthroposophischem Wollen heraus eine emsige Tätigkeit, um den Ideen der Dreigliederung des sozialen Organismus verständiges Entgegenkommen zu werben.  Weiterlesen