Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

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03.03.2020

Die erweiterte Demokratie – Teil IV - Indem er Auto fährt, einen Industrieroboter bedient oder am Laptop arbeitet, passt sich der Mensch der Maschinenlogik an und prägt diese allmählich seinem Seelenleben ein. Dies wirkt dann zurück auf die Art und Weise, wie über das soziale Leben gedacht werden kann. Diese sich im politischen Aktivismus artikulierende Maschinenlogik ist zugleich der theoretische Inhalt des Neoliberalismus.  Weiterlesen

30.01.2020

Die erweiterte Demokratie – Teil III - Die Kritiker des Neoliberalismus fokussieren sich einseitig auf jene, die eher liberale Ansichten vertreten – und übersehen, dass sie sich dabei selbst innerhalb der neoliberalen Dialektik von Markt und Staat bewegen. Vermeintlich gegen die Thesen der Neoliberalen fordern sie, der Staat solle für Gerechtigkeit sorgen und die Opfer der »unsichtbaren Hand« durch Sozialleistungen auffangen. Genau dies schützt jedoch die Marktwirtschaft vor revolutionären oder totalitären Übergriffen auf die Wirkungssphäre der »unsichtbaren Hand«, und ist deshalb eine Kernforderung der meisten neoliberalen Denker.  Weiterlesen

13.12.2019

Die erweiterte Demokratie – Teil II - Im Internet tobt ein Meinungskampf zwischen Klimaaktivisten und »Klimaleugnern«. Hier soll keine Partei für die eine oder andere Seite ergriffen, sondern die Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden, was beide Seiten verbindet: die Unsicherheit in der Einschätzung der ökonomischen Kräfte. Und außerdem die Tatsache, dass beide die Demokratie für die einzig mögliche Form der Volksherrschaft halten und deshalb den Staat auch in der Verantwortung für die Wirtschaft sehen.  Weiterlesen

16.03.2019

Schriftenreihe Grundlagen, Band 1 - In dieser Zitatensammlung geht es um übergreifende und grundsätzliche Themen, die bis heute kontrovers diskutiert werden. Dies gilt insbesondere für die Frage nach den Kriterien, um die drei Glieder – Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben – voneinander abzugrenzen. Dies gilt aber auch für die Frage, was die soziale Dreigliederung von einer Dreiteilung unterscheidet.  Weiterlesen

01.06.2018

Am 7. April 2018 ist Eckhard Behrens, 80jährig, über die Schwelle gegangen. Unermüdlich setzte er sich bis zuletzt für die Freiheit des Bildungs- und Wissenschaftslebens und für eine soziale Geld- und Bodenordnung ein. In der Dreigliederungsbewegung wurde er nicht zuletzt als Vorstandsmitglied - gemeinsam mit seinen Kollegen und Freunden Fritz Andres und Jobst von Heynitz - und als Vordenker des Seminars für freiheitliche Ordnung in Bad Boll wahrgenommen.  Weiterlesen

08.07.1919
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Als am 9. November 1918 nach der Meinung breiter Massen der Tag der Freiheit anbrach, lebte in einem kleinen Kreis von Menschen aus langjähriger Vertrautheit mit wirklich freiem Geistesleben die Überzeugung, daß ein Neuaufbau der deutschen Angelegenheiten nur möglich ist, wenn die rettenden Ideen ergriffen werden, die längst darauf warteten, ins wirkliche Leben eingeführt zu werden. Es sind die Ideen des dreigliedrigen sozialen Organismus, welche Dr. Rudolf Steiner aus seiner anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft entwickelt und seit Jahren vertreten hat. Nun da eine breite Bresche für neue Gedanken geschlagen war, begannen ein paar Menschen aus anthroposophischem Wollen heraus eine emsige Tätigkeit, um den Ideen der Dreigliederung des sozialen Organismus verständiges Entgegenkommen zu werben.  Weiterlesen

01.07.1919

QuelleWochenschrift „Dreigliederung des Sozialen Organismus“ Jahrgang 1, Nummer 10 und 11, September 1919 Die Sozialisierung des Wirtschaftslebens gehört zu den Forderungen...   Weiterlesen