Initiativen

Wir dokumentieren hier Initiativen von Menschen, die – auf welche Weise auch immer – zur Umsetzung der sozialen Dreigliederung beitragen wollen – oder wollten. Ob sie noch bei der Sache sind, können wir nicht garantieren.

Bei ausgelaufenen Initiativen wird der Zeitraum in Klammern am Anfang der Beschreibung angegeben. Sie wurden trotzdem aufgenommen, weil auch von der Vergangenheit – oder gar vom Scheitern – gelernt werden kann.

Ursprünglich haben wir hier auch andere Initiativen aufgenommen, die uns unterstützenswert erschienen. Da dies aber als Vereinnahmung missverstanden werden konnte, haben wir unsere Meinung geändert und werden diese Initiativen mit der Zeit entfernen.

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[1956-80] Gegründet 1956 in Stuttgart und neu begründet oder übernommen 1972 in Achberg. Die Arbeitsgemeinschaft für Dreigliederung des sozialen Organismus war ein loser Zusammenschluß von bis zu 700 Mitgliedern und bis zu 3 Zeitschriften. Sie löste sich 1980 auf. 
Artabana-Gemeinschaften dienen als Sozialversicherung und ermöglichen ein Gesundheitswesen auf der Grundlage von Eigenverantwortung und Solidarität. 
Einige Persönlichkeiten unseres Vereins haben durch Erfahrungen positiver und negativer Art die Einsicht gewonnen, dass sich eine Gesundung des Wirtschaftslebens nur vollziehen kann, wenn die am Wirtschaftsprozess Beteiligten, also Produzenten, Händler und Konsumenten, assoziativ zusammen arbeiten, wenn sie sich füreinander interessieren, Möglichkeiten, Wünsche, Arbeitsbedingungen usw. voneinander erfahren und sich über Quantitäten, Qualitäten und Preise verständigen. 
Hinter dem Bündnis Soziale Dreigliederung steht das Team von Kraftwerk Mensch, welches selber auf eine Zusammenarbeit der Akademie Zukunft Mensch und der Rudolf Steiner Gesellschaft zurückgeht. Ursprünglicher Initiator und Hauptverantwortlicher ist Axel Burkart. 
Das D. N. Dunlop Institut verbindet anthroposophische Erwachsenenbildung, Sozialforschung und Beratung. 
[1920-25] Wirtschaftlicher Modellversuch, der an der Dreigliederungsbewegung in Deutschland anschliesst. 
Bäuerinnen und Bauern von Demeter-Höfen in Nord- und West deutschland initiieren, organisieren und tragen „Die Freie Ausbildung für biologisch - dynamischen Landbau“. Es gibt sie seit 1983, sie ist staatlich unabhängig und deswegen „frei“. Jede/jeder kann an der Freien Ausbildung teilnehmen. 
Die Landschule Lüchow ist eine öffentliche Schule in freier Trägerschaft und wurde 2006 durch eine Elterninitiative gegründet. Das Leitmotiv war und ist es, eine Schule zu haben, die den Bedürfnissen unserer Kinder gerecht wird. Wir wünschen uns, dass unsere Kinder gerne zur Schule gehen, möchten ihnen ihre Neugier auf das Leben erhalten und verstärken. Durch die Verbindung von Dorf und Schule schaffen wir eine neue Umgebung. Hier kann Leben, zeitgemäßes Lernen für eine nachhaltige Lebensgestaltung und Arbeiten in der Gemeinschaft stattfinden. 
Unser gemeinsames Ziel ist die Weiterentwicklung einer fairen, sozialen und umweltverträglichen Bio-Branche in der Region Berlin-Brandenburg. Dabei legen wir viel Wert, nicht nur auf eine vorbildliche ökologische Produktion und deren Weiterentwicklung, sondern auch auf einen fairen und partnerschaftlichen Umgang aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette miteinander. 
Wir sind fünf junge Menschen, die sich über verschiedene anthroposophische Jugendtagungen und Veranstaltungen kennengelernt haben. Neben der Anthroposophie waren immer auch Gesellschaftsfragen ein gemeinsames Interesse. Im Sommer 2019 lernten wir bei einem Grundlagenseminar die soziale Dreigliederung kennen. Dort entstand auch die Idee, dass ein Film über die soziale Dreigliederung einen Einstieg in das komplexe Thema erleichtern und damit auch einer breiteren Masse zugänglich sein könnte. 
Bei diesem Verlag lassen sich viele Schriften von und über Joseph Beuys, sowie von Wilhelm Schmundt zur sozialen Dreigliederung direkt bestellen. Diese Texte sind hilfreich um besser nachvollziehen zu können, warum heute die soziale Dreigliederung manchmal mit der Einführung einer direkten Demokratie und mit einer Verrechtlichung des Geldes gleichgesetzt wird. 
Die „Fördergesellschaft Demokratie Schweiz“ steht für ein Demokratie-Verständnis, welches weder Raum für Bevormundung im geistig-kulturellen Bereich noch Gelegenheit für Lobbyismus für wirtschaftliche Interessen bietet. Sie stützt sich dabei auf die Idee der sozialen Dreigliederung von Rudolf Steiner, versucht diese Idee jedoch für die gegenwärtige Schweiz neu zu ergreifen und in die öffentliche Diskussion einzubringen. 
Wie nahe sind wir dran?Selbsteinschätzung solidarökonomischer Initiativen im Licht der Dreigliederung Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Akademie Freiheit Lebenswerk, Universität Bern, Institut für Dreigliederung [1] ...  
Das Forum Freie Sozialökonomie setzt sich in der Schweiz für den Fairen Handel nicht nur mit der "Dritten Welt", sondern z.B. auch mit den europäischen Bauern. Nur mit einer solchen assoziativen Wirtschaft ist es ihnen möglich, aus der gegenwärtigen industriellen Landwirtschaft auszusteigen. 
Die Freie Bildungsstiftung ist eine freie zivilgesellschaftliche Initiative zum Aufbau und zur Förderung freier Kultur- und Bildungsarbeit. Gerade in einer sich wirtschaftlich immer weiter globalisierenden Welt bedarf es der zur Verantwortlichkeit erwachenden menschlichen Individualität. Der Grundimpuls der Freien Bildungsstiftung liegt darin, Bedingungen zur Entwicklung eines zivilgesellschaftlichen Selbstverständnisses zu schaffen, um immer weitere Bereiche, die heute noch in staatlicher Verwaltung sind (insbesondere Bildung, Kultur und Soziales), in die verantwortungsvolle Selbstverwaltung übernehmen zu können. 
Unter dem Motto «Unterwegs mit Menschen» engagiert sich die Freie Gemeinschaftsbank Genossenschaft für einen nachhaltigen Umgang mit Geld - für einen Geldfluss, der ökologisch, sozial und realwirtschaftlich ausgerichtet ist. 
Die Verschiedenheit der Kulturen ist nicht ein Problem, sondern ein Segen, weil man nicht als Deutscher oder als Türke, sondern erst in der Begegnung ein ganzer Mensch werden kann. Deshalb haben wir in Berlin eine Schule gegründet, in der Kinder ihre eigene Kultur gleichberechtigt entwickeln, und andere Kulturen kennen und achten lernen dürfen. Rudolf Steiners Erziehungskunst scheint uns dafür geeignet zu sein, stellt sie doch nicht ein einseitiges Kulturideal, sondern die jeweilige Individualität des werdenden Menschen in den Mittelpunkt. 
Es wird immer deutlicher, dass Integration nicht einfach Assimilation, Anpassung an bestehende Lebensgewohnheiten und tradierte kulturelle Standards der deutschen Bevölkerung bedeuten kann. Denn diese kulturellen Standards haben auch innerhalb der deutschen Gesellschaft ihre Verbindlichkeit verloren: die sich zunehmend herausbildende Pluralität der Lebensstile fordert gesamtgesellschaftlich neue Verständigungsfähigkeiten und Toleranzbereitschaft. Konkret realisieren lässt sich ein solches Anliegen in der gemeinsamen Erziehung von Kindern, die verschiedenste religiöse und kulturelle Hintergründe mitbringen. Denn damit bietet sich die Chance, in einer Schulgemeinschaft einen großen Reichtum von Lebensformen, Traditionen und Festen kennen- und respektieren zu lernen. Allerdings vollzieht sich eine solche Entwicklung nicht automatisch – sie muss durch das Schulkonzept und die Unterrichtsmethode gezielt veranlagt werden. 
Das Schiedsgericht der GLS-Treuhand versucht, die Konflikte nicht nur aus dem rein juristischen Blickwinkel zu betrachten, auch menschenkundliche Aspekte sollen bei einer Gesamtlösung einbezogen werden. Die Freie Schiedsstelle möchte den Gedanken Rudolf Steiners mittragen, dass zu einem freien Geistesleben auch eine freie Gerichtsbarkeit gehört. 
[1920-24] Wirtschaftlicher Modellversuch, der an der Dreigliederungsbewegung in der Schweiz anschliesst. 
1975 begann die Waldorflehrerin Ute Craemer mit brasilianischen Favelakindern eine Sozialarbeit, die in vielfacher Hinsicht bis heute Pioniercharakter hat und die zum Vorbild für viele Initiativen wurde. Im Laufe der Jahre entwickelten sich aus der direkten Arbeit mit den Favelabewohnern eine ganze Reihe von Einrichtungen, die die Lebensbedingungen der Betroffenen durch beständige Anleitung zur Selbsthilfe grundlegend und nachhaltig verbesserten. 
Es gehört zu den Zielen des Vereins für anthroposophisches Heilwesen, im gesundheitspolitischen Bereich den notwendigen Freiraum für ein allgemeines freiheitliches Gesundheitswesen zu erhalten und zu vergrößern. Die gesetzlich verankerten Rechte auf Selbstbestimmung des Patienten, Therapiefreiheit des Arztes, Vielfalt der Therapierichtungen gilt es heute, gegen vielfache Angriffe von Seiten einer rein naturwissenschaftlich orientierten Medizin zu verteidigen. 
Die GLS Gemeinschaftsbank eG arbeitet nicht gewinnorientiert. Das Eigenkapital der Bank wurde anfangs nicht verzinst; die Mitglieder der Non-Profit-Bank stellten die Genossenschaftsanteile bewußt unverzinslich zur Verfügung. Dadurch erhielt die Gemeinschaftsbank einen erheblichen Handlungsspielraum, um ihren Mitgliedern neue Formen im Umgang mit Geld zu ermöglichen. 
Eine schweizerische Initiative gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen als Scheinlösung und für mehr Solidarität und Freiheit. 
HAND IN HAND ist ein eigenes Label der Rapunzel Naturkost AG. Das Zeichen mit der weißen und der schwarzen Hand besteht seit 1992. Es findet sich nur auf jenen Produkten, deren Zutaten zu mehr als 50 Prozent von HAND IN HAND-Partnern stammen. Die Produkte aus dem fairen Handel machen bei der Rapunzel Naturkost AG über zehn Prozent des Umsatzes aus - mit deutlich steigender Tendenz. 
[1948-69] Im Heidenheimer Arbeitskreis um Hanns Voith trafen sich anthroposophische Unternehmer zweimal im Jahr zur gemeinsamen Arbeit an den Anregungen Rudolf Steiners zur sozialen Dreigliederung. 
Eine Initiative von Dreigliederern für die Freiheit der Schulen in Deutschland. Der Schwerpunkt liegt weniger auf der finanziellen Gleichberechtigung von Schulen in freier Trägerschaft und Staatsschulen, als auf der möglichst weitgehendsten pädagogischen Freiheit der Lehrer. Deswegen wird die Entstaatlichung der Lehrerbildung als die höchste Priorität angesehen. 
Das „Netzwerk Dreigliederung“ ist in erster Linie ein Informationsnetz. Seine Strukturen bilden sich durch all diejenigen, die dem Büro bzw. der Zeitschrift Informationen zukommen lassen bzw. über das Büro Informationen beziehen oder durch dessen Vermittlung Arbeitskontakte miteinander oder mit Ansprechpartnern im öffentlichen Leben aufnehmen. 
Das Kultur- und Geistesleben verkümmert, wenn es zur Angelegenheit des Staates gemacht und über Steuern finanziert wird, und zwar gerade dann, wenn der Staat seinem Ideal entspricht, also ein wahrhaft demokratischer Staat ist. Denn so richtig es ist, dass eine Mehrheit bestimmt, was recht ist, so falsch ist es, wenn eine Mehrheit auch den Inhalt der kulturellen und geistigen Produktion des Individuums bestimmen darf. Das von Thomas Brunner gegründete Initiativkonto für selbstbestimmtes Handeln durch Gegenseitigkeit ist ein Versuch, eine auf die Lebensbedingungen des Kultur- und Geisteslebens zugeschnittene Finanzierungsform zu entwickeln. 
Auf der einen Seite steht die Suche nach wachsenden Freiräumen für eine individuell verantwortete Lebensgestaltung. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage nach der Möglichkeit, der sozialen Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Erde nachkommen zu können. Einer tiefergehenden Beobachtung zeigt sich, dass beide Aspekte in den alten Sozialordnungen des Staates nicht richtig zur Entfaltung kommen können. Erst die Gliederung des sozialen Organismus in ein freies geistig-kulturelles Leben und ein auf geschwisterliche Zusammenarbeit gestütztes, selbstverwaltetes Wirtschaftsleben schafft - auf der Grundlage der rechtlichen Gleichheit - die Voraussetzungen erneuerter Sozialgestaltung, bei der Individual- und Sozialaspekte gleichgewichtig entwickelt werden können. 
Eine nachhaltige Wirtschaft ist das Credo unserer Zeit. Die geforderte Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft kann jedoch mit dem „alten Denken“ über Wirtschaft nicht erreicht werden. Der notwendige Paradigmenwechsel verlangt ein „neues Denken“. Dieses neue Denken gibt dem Menschen als Ausgangspunkt und Ziel allen wirtschaftlichen Handelns den Vorrang vor ökonomischen Kategorien. 
Seit dem 17. Januar 2021 gibt es den Verein „Interessengemeinschaft Zukunft Schweiz“ mit Sitz in Dornach, der in der Schweiz aufgrund der krisenhaften sozialen Verhältnisse für die „Soziale Dreigliederung“ aktiv wird, nachdem in verschiedenen Arbeitsgruppen Vorarbeiten hierzu geleistet wurden. 
[2012-19] Der Karl Ballmer Saal in Berlin wurde jahrelang von Andreas Schurack als Kulturort dem Sozialwissenschaftlichen Forum und der freien Bildungsstiftung für ihr Anliegen einer freien und freilassenden Begegnung von Menschen zur Verfügung gestellt. Nach Ausscheiden von Andreas Schurack aus der Geschäftsführung der finanzierenden Sinnewerk GmbH musste die Aktivität schrittweise zurückgefahren werden. 
Die 2018 gegründete Zeitschrift Kernpunkte findet in letzter Zeit zu ihrem ursprünglichen Impuls wieder, die soziale Dreigliederung einem breiteren Kreis bekannt zu machen. Das Thema ist in den letzten Ausgaben stark präsent und es ist der erklärte Wunsch der Redakteurin, Kirsten Juel, dass es diesmal dabei bleibt. Den grösseren Erfolg wünschen wir ihr. 
L’Aubier engagiert sich seit 1979 für ein assoziatives Wirtschaften im Sinne Rudolf Steiners Wirtschaftswissenschaft in verschiedensten Tätigkeitsbereichen wie Landwirtschaft, Produktverarbeitung, Handel, Restauration, Hotellerie, Ökobauen- und wohnen, Finanzierung, Forschung, Ausstellung, Aus- und Weiterbildung. 
Wir sind Unternehmer, Handwerker, Dienstleister, private Personen, Ärzte, Wirtschaftler, Professoren – einfach Menschen – die die aktuelle Krise als Chance sehen für ein neues Miteinander und Füreinander in unserer Gesellschaft. 
Die Neuguss Verwaltungsgesellschaft mbH geht auf eine von Alfred Rexroth 1969 begründete Unternehmer-Kooperation zurück. Sein erklärtes Ziel war, dass die Firmen damit unverkäuflich werden. Dazu inspiriert wurde er durch Aussagen von Folkert Wilken zum Verantwortungseigentum. 
Die Schülerfirma „Nyendo“ an der Rudolf-Steiner-Schule-Ismaning kauft Kunsthandwerk auf den Märkten in Kenia zu fairen Bedingungen ein, verkauft und vertreibt die Ware mit Unterstützung von ehrenamtlichen Verkäufern in Deutschland und spendet den Erlös an zwei Waldorfschulen in Nairobi/Kenia. 
Beim Omnibus für direkte Demokratie geht es nicht nur um den Volksentscheid um seiner selbst willen, sondern auch um konkrete Volksentscheide, zum Beispiel über freie Schulen oder einen neuen Umgang mit dem Geld, die weitere Aspekte der sozialen Dreigliederung der Öffentlichkeit bekannt machen sollen.  
Mithilfe der Purpose-Stiftung können Unternehmen dafür sorgen, dass sie unverkäuflich bleiben. Purpose-Unternehmen verpflichten sich den beiden Grundsätzen von Verantwortungseigentum |1| Gewinn = Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck |2| Unternehmerschaft = Eigentümerschaft 
Mit Verwendung des Zeichens HAND IN HAND für ihre Produkte garantiert die Rapunzel Naturkost AG langfristige Handelsbeziehungen mit den Erzeugern, sichere Abnahme, faire Produktpreise über dem Niveau des Weltmarktes, Unterstützung und Beratung sowie die Förderung des gemeinnützigen HAND IN HAND-Fonds. Die HAND IN HAND-Partner ihrerseits garantieren eine soziale Absicherung ihrer Mitarbeiter, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit einzusetzen, Transparenz zu gewähren und Produkte in Bio-Qualität. 
Seit 2017 verfolgt die Rudolf Steiner Gesellschaft e.V. die Förderung der Sozialen Dreigliederung nach Rudolf Steiner. 
Die Samarita ist ein Zusammenschluss von Menschen, die die Kosten für ihre Gesundheit gemeinsam tragen und sich damit gegenseitig absichern. So kann den Mitgliedern die freie Wahl von Heilmitteln und Therapien garantiert werden. Die Höhe der Beiträge orientiert sich an den Einkommen der Mitglieder. Neben der Absicherung und Unterstützung ihrer Mitglieder engagiert sich Samarita aktiv für die Etablierung eines freien solidarischen Gesundheitswesens in unserer Gesellschaft. 
Sekem - eine Arbeitsgemeinschaft in Ägypten - hat es geschafft, die Wüste mittels biodynamischer Landwirtschaft in ein florierendes Gebiet zu verwandeln. Es wurde auf den Fairen Handel mit Europa gesetzt, zunehmend mit verarbeiteten Produkten, insbesondere mit Ökokleidung. Inzwischen versucht Sekem, den Fairen Handel in Ägypten selber zu etablieren. Vor kurzem hinzugekommen ist die Helios-Universität. 
Ursprünglich beschäftigten sich die Gründer des Seminars für freiheitliche Ordnung, die Brüder Vogel, neben der Freiwirtschaft und dem Anarchismus auch stark mit der sozialen Dreigliederung. Sie suchten aber den Anschluss an die akademische Welt und den dort damals herrschenden Ordoliberalismus. Im Laufe der Generationen wurde sowohl der Bezug zur sozialen Dreigliederung als zum Anarchismus immer dünner, dafür die Nähe zum inzwischen sonst in die Vergessenheit geratenen Ordoliberalismus immer grösser. 
Veranstaltungen des Sozialwissenschaftlichen Forums werden jeweils in 2 Teile gegliedert: Im ersten Teil erhält ein Mensch die Gelegenheit, seine Erkenntnisse auf wirtschafts-, rechts- oder kulturwissenschaftlichem Gebiet öffentlich zu machen. Nach Diskussion und Pause beginnt der 2. Teil: Der runde Tisch. Jeder Besucher der Veranstaltung hat jetzt die Möglichkeit, seine Arbeit, seine Bedürfnisse oder seine Initiative vorzustellen. So kann sichtbar werden, wer was kann oder braucht, und mit wem man gegebenenfalls Gespräche über eine Zusammenarbeit führen möchte. 
Die Firma Steinbrücke GbR wurde 1996 von Schülern der Waldorfschule Märkisches Viertel gegründet. Den Impuls dafür hatte ihr Lehrer Michael Benner gegeben, der einen Weg suchte, die Möglichkeit für praktische Erfahrungen im Wirtschaftsleben dauerhaft in die Schule zu integrieren. Die Schülerfirma „Steinbrücke“ betreibt mittlerweile einen florierenden Handel mit Edelsteinen aus der ganzen Welt. Seit der Firmengründung haben Schüler der Berliner Waldorfschule insgesamt über 67.000 Euro an Hilfsprojekte aus der dritten Welt gespendet. Denn die Gewinne gehen komplett zurück in die Länder, in denen die Steine gefördert werden. 
Die 2002 gegründete Stiftung wendet sich gegen die Spekulation mit Grund und Boden. Mit Hilfe des Erbbaurechts will trias aktiv als Bodenträger, d. h. als Bodeneigentümerin auftreten. Über den Erbbauzins sollen Mittel angesammelt werden, um junge Projekte unterstützen zu können. 
Die Stiftung TRIGON will mit Rat und Tat beitragen zu einer Verbesserung der architektonischen Umwelt. Bestehende Häuser und Siedlungen werden den aktuellen Bedürfnissen angepasst und bei Bedarf durch organisch-lebendig gestaltete Neubauten ergänzt. Die ökologischen und künstlerischen Aspekte sind dabei von grosser Bedeutung. Grundvoraussetzung ist jedoch in der Regel, dass Grund und Boden in gemeinnütziges Eigentum übertragen wird. 
Unternehmen in Verantwortungseigentum sind ein eigener Unternehmenstypus neben Familien- und Kapitalmarktunternehmen. Sie binden das Unternehmensvermögen sowie Gewinne und halten das Kapital so frei für die Unternehmensentwicklung. Die Stiftung Verantwortungseigentum setzt sich für die Bekanntmachung dieser Idee ein. 
Die Firma Hack wurde 1999 von der damaligen 10. Klasse gegründet. Die nachfolgenden Klassen übernehmen das Firmenkonzept und setzen sich vor allem im Werkunterricht schwerpunktmäßig damit auseinander. In den Fächern Deutsch und Mathematik werden Einzelheiten wie Buchführung und das Schreiben einer Bewerbung zusätzlich behandelt. 
Die Mitglieder des Vereins beschäftigen sich seit 2009 mit Fragen des Eigentums an Grund und Boden im Zusammenhang mit der Frage nach neuen Formen des Zusammenlebens. 
Anknüpfend an das von Albrecht Walter angeregte Kommunikationsorgan ‹Immanente› wurde der Initiativ-Verlag EDITION IMMANENTE begründet. Eine Veröffentlichung hängt nicht allein vom Gutdünken oder der Kalkulation des Verlegers oder Eigners des Verlages ab, sondern bedarf des Gesprächs; denn der Eigner dieser entstehenden Bibliothek ist im Grunde keine Person, sondern das soziale Leben selbst. 
Vivenda ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Er setzt sich zum Ziel, den spekulativen und preissteigernden Umgang mit Boden und Wohnraum in selbstverwalteten Wohnprojekten zu überwinden. Seine Mitglieder sind sich einig in der Idee, dass Grund und Boden keine Ware ist – schließlich wurde er nicht, wie das bei Waren der Fall ist, von Menschen produziert. Die heute übliche Käuflichkeit und Verkäuflichkeit von Grund und Boden und die daraus resultierende Spekulation mit Immobilien stehen diesem Leitgedanken diametral entgegen. Auf dieser Erkenntnis aufbauend praktiziert und erprobt Vivenda deshalb schon seit vielen Jahren Formen der Bodennutzung, in denen die Käuflichkeit von Grund und Boden überwunden ist. 
Im Auftrag einiger Kunden des Ökomoden-Versenders hessnatur haben zwei Berliner eine Webseite eingerichtet, über die Kunden dem Unternehmen ihren „Konsumentenstandpunkt“ mitteilen können: Ihre Meinung zu dem geplanten Verkauf des Unternehmens, und vor allem ihr zukünftiges Konsumverhalten in Bezug auf dessen Produkte. 
Im Grunde ist die Wirtschaft dafür da, um Bedürfnisse zu befriedigen. Im Zeitalter der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Vokabel Wirtschaft allerdings einen bitteren Beigeschmack bekommen, weil Egoismus und Scheinwirtschaft in Form von Finanzspekulation das Bild verzerren. Das vorliegende Projekt möchte die ursprünglichen und positiven Aspekte von Wirtschaft zum Erlebnis und Verständnis bringen und dabei Schüler/innen der 6. Schulstufe zu interessanten Einblicken in die Wirtschaftwelt verhelfen. Die Verknüpfung von praktischen Arbeiten der Obstsaftherstellung während des Gartenbauunterrichtes mit den eher theoretischen Arbeiten des Rechen- und Deutschunterrichts bildete das Kerngeschehen des Projektes, wobei der Verkauf des Obstsaftes die Ernsthaftigkeit oder Echtheit des Projektes unterstrich. 
Die Wirtschaftskonferenz des Goetheanums ist eine ständige Konferenz innerhalb der Sektion für Sozialwissenschaft der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, deren Bestreben es ist, Unternehmertum, Finanzwesen und Wirtschaftsleben auf der Grundlage von Rudolf Steiners Kurs zur Wirtschaftswissenschaft sowie verwandten Schriften zu verstehen.