Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

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18.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 8 - Rudolf Steiner hat vor der Dreigliederungszeit mehrfach versucht, über die soziale Frage zu schreiben und zu sprechen. Das ist aber auf kein sonderlich großes Interesse gestossen, so daß manches bruchstückhaft geblieben ist. Anthroposophen haben wohl zwei unterschiedliche Gründe, sich für diese frühen Aussagen zu interessieren. Einigen wenigen Anthroposophen geht es darum, das Verhältnis dieser Aussagen zum Ansatz der sozialen Dreigliederung zu klären. Den meisten geht es stattdessen darum, die Auseinandersetzung mit der sozialen Dreigliederung zu meiden und Steiner leichter dasjenige unterschieben zu können, was sie selber schon immer gedacht haben.  Weiterlesen

01.01.1998

Es scheint, als sei auch in anthroposophischen Zusammenhängen der Begriff der Dreigliederung weitgehendst in Vergessenheit geraten. Es sei den anthroposophischen Dreigliederungsforschern einmal angeraten, die anthroposophischen Einrichtungen einmal nach Anti-Dreigliederung zu durchforsten. Denn Dreigliederung ist eine Idee, aber eine unter den heutigen Lebensverhältnissen verschüttete Wirklichkeit, an der sich versündigt wird.  Weiterlesen

01.03.1995

Als vor bald 5 Jahren, aus vielfältigen Gesprächen und Erfahrungen, das Initiativkonto in kleinst-möglicher "Besetzung" von Diana-Maria Sagvosdkina und Thomas Brunner begründet wurde, da war vor allem noch Ahnung, welcher Impuls nun langsam bewußter be- und ergriffen werden kann. Eine Erkenntnis stand uns damals allerdings schon deutlich vor Augen: daß eine der Hauptursachen...   Weiterlesen

01.09.1994

Quelle Zeitschrift „Die Drei“ Jahrgang 64, Heft 9, September 1994, S. 721-722 Bibliographische...   Weiterlesen

01.10.1973

Soziale und antisoziale Impulse Der ungelöste und scheinbar unlösbare Gegensatz von individueller Freiheit und sozialer Gemeinschaft ist die eigentliche Ursache der unzähligen Fragwürdigkeiten unseres heutigen gesellschaftlichen Daseins, ist das Zentralproblem unserer Zeit. Und doch wissen wir instinktiv: Die beiden Begriffe gehören zusammen;...   Weiterlesen

01.12.1918

Der Mensch hat sich selbst ungeheuer gerne. Und durch die Selbstliebe ist es, daß der Mensch Selbsterkenntnis zu einer Quelle von Illusionen macht. So möchte sich der Mensch nicht gestehen, daß er eigentlich nur zur Hälfte ein soziales Wesen ist, daß er zur anderen Hälfte ein antisoziales Wesen ist. [...] Das ist aber, um im Goetheschen Sinne zu sprechen, das Urphänomen der Sozialwissenschaft.  Weiterlesen

01.10.1905

Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.  Weiterlesen