Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

Ansicht Thema Autor/in Jahr
2018
01.04.2018

Teil 3: Das Grundeinkommen als Silicon Valley-Strategie - Kapitalbesitzer aus dem Silicon Valley betrachten den technologischen Fortschritt so, als würde dieser nicht die Arbeitszeit insgesamt reduzieren, sondern einzelne Menschen überflüssig machen. Das ist nachvollziehbar, denn ihre Macht beruht genau auf diesem Paradigma. Wenn also in Zukunft nicht mehr genug Arbeit für alle vorhanden ist, so die Folgerung, müssten diejenigen, die keine Arbeit fänden, auf humane Weise ernährt werden. Die Grundeinkommensbewegung folgt dieser Logik und spricht von einem »Ende der Vollbeschäftigung«. Dass damit nun »Arbeitnehmer« die Rechtfertigung ihrer »Arbeitgeber« übernehmen und als Heilslehre feiern, ist das Ergebnis der Erziehung durch das System der Erwerbsarbeit.  Weiterlesen

als Grundlage für ein erstrebtes Dreigliederungs-Lexikon - Ein Versuch, der auch in in dieser vorläufigen, sich ständig verändernden Form möglicherweise schon hilfreich sein kann, wenn man Fragen zu Wirtschaft, Kapital, Demokratie, Individuum und Gesellschaft, Freiheit, Ethik usw. auf dem Hintergrund der Dreigliederung und damit der Anthroposophie nachgehen will.  Weiterlesen

02.03.2018

Der Moment des Erwachens für die sozialen Nöte der Gegenwart ist ein gefährlicher Augenblick im Leben der Anthroposophischen Gesellschaft. Diese Gesellschaft existiert nämlich von Anfang an nicht anders denn als freies Geistesleben. Die Mitglieder der AG verbindet keine gemeinsame Ideologie, sondern die freie Begegnung im individuellen Ringen um geistige Erkenntnis. Sofern sie sich so versteht, ist die Anthroposophische Gesellschaft als solche bereits eine soziale Initiative, die zur «Transformation» der Gesellschaft beiträgt.  Weiterlesen

01.03.2018

Teil 2: Das Grundeinkommen kommt mit seinen Fragen - Wer die gegenwärtige Stellung des Geisteslebens zum Wirtschaftsleben beobachtet, kommt nicht umhin, dieses Geistesleben weitgehend als einen Schmarotzer der körperlichen Arbeit anderer Menschen zu erkennen. Die Schnittstelle zwischen Wirtschaftsleben und Geistesleben ist Dreh- und Angelpunkt jeder Gesellschaftsentwicklung. Fruchtbar wird sich nur ein solches Geistesleben entwickeln, bei dem nicht nur der Geistesarbeiter für sich selber seine Freiheit haben will, sondern bei dem zugleich die Freiheit seiner Mitmenschen der Weg ist, auf dem er sein Einkommen aus dem Wirtschaftsleben bezieht, d.h. aber: wenn die Mittel in Zukunft nicht mehr vom Staat als Steuer abgeschöpft und umverteilt, sondern frei geschenkt werden – nicht von Konzernen, sondern von jedem einzelnen Menschen.  Weiterlesen

16.02.2018

Die Geldschöpfung wurde von bisherigen Kritikern des heutigen Systems vernachlässigt, obwohl hierin „des Pudels Kern“ liegt. Alle Änderungsvorschläge, die nicht auf die Basis der Geldschöpfung abzielen, sind für das heutige System völlig harmlos, irrelevant, ausser dass sie zu immer brutal-aristokratischeren gesellschaftlichen Verhältnissen führen, zu immer mehr Gesetzen, Reglementierungen, Kontrollen, Überwachungen etc. Erst wenn der Hebel an der Basis der Geldschöpfung angesetzt wird, wird es kritisch für das etablierte System.  Weiterlesen

01.02.2018

Teil 1: Die Abhängigkeit des Einkommens von der menschlichen Arbeit - Verhältnisse, durch welche der Mensch genötigt ist, Motiv, Inhalt und Umfang seiner Arbeit an einem „Preis“ zu orientieren, den er für seine Arbeit auf einem „Arbeitsmarkt“ erzielen kann, bringen ihn unter seine Menschenwürde herunter. Daraus folgt: Ein Einkommen erzielen, und für die Gemeinschaft arbeiten, das müssen zwei vollkommen getrennte Vorgänge sein. Diese und ähnliche Ideale leben in den Menschen, die sich in der Bewegung für ein bedingungsloses Grundeinkommen engagieren oder sich zu ihr hingezogen fühlen. Sie sind der Überzeugung, dass die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens einer Verwirklichung solcher Ideale gleichkäme oder zumindest zu ihr beitrüge. Tatsächlich würde die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens die oben angeführten Ideale in unerreichbare Ferne rücken und das System der Erwerbsarbeit zementieren.  Weiterlesen