Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

Ansicht Thema Autor/in Jahr
Steiner, Rudolf
21.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 3 - Der Begriff Geistesleben lässt einen zunächst ziemlich ratlos. Aber beim Versuch, ihn durch einen anderen Begriff zu ersetzen, merkt man schnell, dass man es eigentlich nur schlimmer machen kann. Anstatt nach Alternativen zu suchen, lohnt es sich, zu untersuchen, was Rudolf Steiner alles zum Geistesleben rechnet, was kaum jemand dazu rechnen würde.  Weiterlesen

21.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 4 - Eine Assoziation ist ein Zusammenschluß von Konsumenten, Händlern und Produzenten mit dem Ziel, die Preise so zu beeinflussen, daß alle Beteiligten damit auskommen können. Um das Angebot an Waren und Leistungen so an die Bedürfnisse anzupassen, daß sich die Konsumenten die benötigten Produkte auch leisten können, wirken die Assoziationen auf die Anzahl von Beschäftigten in der jeweiligen Branche.  Weiterlesen

21.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 5 - Die beiden Begriffe Staat oder Politik werden von Rudolf Steiner vermieden, weil sie zu stark belegt sind. Er spricht lieber vom demokratischen Urteil und damit von der Gleichheit als Grundlage des Rechtslebens. Die Demokratie im modernen Sinne beschränkt sich aber nicht auf die Gleichheit. Es spielt immer das Ideal der Freiheit herein. Diese Unschärfe macht es manchem schwierig, der Argumentation von Rudolf Steiner zu folgen.  Weiterlesen

18.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 9 - Über den Nationalismus hat sich Steiner oft ausgesprochen. Das mußte er schon allein deswegen, um nicht selbst zu den Nationalisten gerechnet zu werden. Wer in den Volksseelen eine Wirklichkeit sieht, kann leicht mißverstanden werden. Steiner betont daher immer wieder, daß er keine Volksseele über andere Volksseelen stellt, und vor allem daß er das Individuum nicht mit seiner Volksseele identifiziert. Er unterscheidet noch dazu streng zwischen den Begriffen Volk und Nation.  Weiterlesen

18.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 8 - Rudolf Steiner hat vor der Dreigliederungszeit mehrfach versucht, über die soziale Frage zu schreiben und zu sprechen. Das ist aber auf kein sonderlich großes Interesse gestossen, so daß manches bruchstückhaft geblieben ist. Anthroposophen haben wohl zwei unterschiedliche Gründe, sich für diese frühen Aussagen zu interessieren. Einigen wenigen Anthroposophen geht es darum, das Verhältnis dieser Aussagen zum Ansatz der sozialen Dreigliederung zu klären. Den meisten geht es stattdessen darum, die Auseinandersetzung mit der sozialen Dreigliederung zu meiden und Steiner leichter dasjenige unterschieben zu können, was sie selber schon immer gedacht haben.  Weiterlesen

18.02.2021

Schriftenreihe Grundlagen, Band 7 - In seinem Hauptwerk zur sozialen Dreigliederung schliesst Rudolf Steiner seine Ausführungen zum Unterschied zwischen Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben mit einem Hinweis auf die Ideale der Französischen Revolution. Seine Zuordnung der Ideale auf die Lebensbereiche ist einerseits einprägsam. Sie hat aber auch seine Schattenseiten. Nicht umsonst steht sie bei Rudolf Steiner am Schlusspunkt einer längeren Auseinandersetzung mit den einzelnen Lebensbereichen. Am Anfang gesetzt verleitet sie einem dazu, damit schon alles gesagt zu haben.  Weiterlesen

als Grundlage für ein erstrebtes Dreigliederungs-Lexikon - Ein Versuch, der auch in in dieser vorläufigen, sich ständig verändernden Form möglicherweise schon hilfreich sein kann, wenn man Fragen zu Wirtschaft, Kapital, Demokratie, Individuum und Gesellschaft, Freiheit, Ethik usw. auf dem Hintergrund der Dreigliederung und damit der Anthroposophie nachgehen will.  Weiterlesen

18.09.2019

Schriftenreihen Grundlagen, Band 2 - Wer heute von einem «sozialen Organismus» sprechen möchte, sollte zuvor genau erklären, was er darunter meint. Er braucht sich sonst nicht zu wundern, wenn er zu den Vertretern einer «organischen Volkseinheit» gerechnet wird. Der soziale Organismus im Sinne Rudolf Steiners steht nicht für Zentralismus und Nationalismus, sondern für deren Überwindung.  Weiterlesen

16.03.2019

Schriftenreihe Grundlagen, Band 1 - In dieser Zitatensammlung geht es um übergreifende und grundsätzliche Themen, die bis heute kontrovers diskutiert werden. Dies gilt insbesondere für die Frage nach den Kriterien, um die drei Glieder – Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben – voneinander abzugrenzen. Dies gilt aber auch für die Frage, was die soziale Dreigliederung von einer Dreiteilung unterscheidet.  Weiterlesen

19.07.2003

Eigentlich widerspricht es dem Wissenschaftsverständnis der Anthroposophie, Zitate aus dem Gesamtwerk Steiners herauszulösen. Da dies aber exzessiv und einseitig von Autoren getan wird, die Steiner unterstellen, er sei Rassist oder Antisemit gewesen, werden hier Zitate aus dem Gesamtwerk veröffentlicht, die das genaue Gegenteil belegen.  Weiterlesen

01.06.1922

Wien, 11. Juni 1922 Meine sehr verehrten Anwesenden! Als ich vor drei Jahren etwa auf Verlangen einer Reihe von Freunden, die damals unter dem Eindruck der Ereignisse im sozialen Leben nach der vorläufigen Beendigung des großen Weltkriegs standen, meine «Kernpunkte der sozialen Frage» veröffentlicht hatte, da ergab sich...   Weiterlesen

Die oberschlesische Frage ist eine europäische Frage. Auf das wirtschaftliche Gedeihen der Industrie, insbesondere auf die Kohlenschätze Oberschlesiens richtet ganz Europa seine besorgten Gedanken und Wünsche. Für den europäischen Wirtschaftskreislauf ist Oberschlesien von entscheidender Bedeutung. Die geistig-kulturellen Probleme und Aufgaben dieses Gebietes, als einer Mitte zwischen Ost- und Mitteleuropa, liegen schwer in der Waagschale. Die Geistigkeit der oberschlesischen Völker kann nur dann in der rechten Weise sich auswirken, wenn hier eine wirkliche Lösung der Nationalitätenfrage gefunden wird. Damit wäre auch Entscheidendes gewonnen für die Heraufführung eines neuen Zeitalters der Völkerbeziehungen überhaupt.  Weiterlesen

Eine Kontroverse - Fragebeantwortung nach dem Vortrag von Arnold Ith über «Bankwesen und Preisgestaltung in ihrer heutigen und zukünftigen Bedeutung für das Wirtschaftswesen»  Weiterlesen

01.08.1920

Quelle: Beiträge zur Dreigliederung, Anthroposophie und Kunst, Heft 40/41, 1994. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Stuttgart, den 1. August 1920 Meine verehrten Anwesenden! Der Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus, er ist es ja eigentlich - ich...   Weiterlesen

01.07.1920

In diesem Buch vom Juli 1920 sind die Artikel von Rudolf Steiner für die Stuttgarter Wochenschrift „Dreigliederung des sozialen Organismus“ aus dem Jahre 1919 gesammelt. Hier stellen wir dieses Buch in der Originalform zur Verfügung, weil sie mit den entsprechenden Seitenzahlen bis in die 70er Jahre in der Sekundärliteratur zitiert wird. So lassen sich die entsprechenden Zitate und Verweise leichter überprüfen bzw. nachvollziehen.  Weiterlesen

01.06.1920

Ich möchte heute über Dreigliederung des sozialen Organismus in der Weise sprechen, daß durch die Gesichtspunkte, von denen meine Ausführungen handeln werden, einiges Licht fallen kann auf dasjenige, was man aus den volkswirtschaftlichen Tatsachen heraus in der neueren Zeit die Bodenfrage genannt hat.  Weiterlesen

01.02.1920

Bei dem Versuch, die pädagogische Aufgabe zu lösen, kommt es darauf an, den Grund zu erkennen, warum die guten Erziehungsprinzipien, die vorhanden sind, in so weitgehendem Maße zu nicht befriedigenden Ergebnissen führen. - Es wird doch zum Beispiel allgemein anerkannt, daß die sich entwickelnde Individualität des Kindes für die Gewinnung der leitenden Ideen im Unterrichten und Erziehen beobachtet werden müsse. Aber es gibt heute gewichtige Hindernisse, diesen Gesichtspunkt einzunehmen.  Weiterlesen

01.01.1920

Es kommt darauf an, nach einer solchen Struktur des sozialen Organismus hinzuarbeiten, durch die die Beurteilung nach der Kapitalvermehrung nicht die alleinige Macht ist, unter welche die Produktionszweige des Wirtschaftslebens gezwungen werden, sondern in der die Kapitalvermehrung der Ausdruck für eine Gestaltung dieses Lebens ist, die allen Anforderungen der menschlichen Leiblichkeit und Geistigkeit Rechnung trägt.  Weiterlesen

01.12.1919

[821/01] Einem Ideenzusammenhang wie dem von der Dreigliederung des sozialen Organismus wird oft als Einwand entgegengeworfen: er könne nicht für diese oder jene Einzelheit mit « praktischen Vorschlägen » auftreten. Man sagt etwa: Da ist die Zerrüttung...   Weiterlesen

01.12.1919

[820/01] Gutgemeinte Gedanken schaffen doch kein Brot. Das ist der Kern der Weisheit, die heute oftmals zu hören ist, wenn von Ideen gesprochen wird, wie sie der Forderung nach Dreigliederung des sozialen Organismus zugrunde liegen. Man möchte angesichts...   Weiterlesen

01.12.1919

[818/01] Die Zahl derjenigen Menschen nimmt stetig zu, die betonen, daß aus der sozialen Wirrnis unserer Zeit nur herauszukommen sei, wenn in das Denken und Empfinden ein Zug nach dem Geistigen komme. Die Enttäuschungen, welche « volkswirtschaftliche...   Weiterlesen

01.12.1919

[819/01] Im Jahre 1858 schrieb Herman Grimm einen Aufsatz: « Schiller und Goethe.» Der beginnt mit den Sätzen: « Die wahre Geschichte Deutschlands ist die Geschichte der geistigen Bewegungen im Volke. Nur da, wo die Begeisterung für einen großen Gedanken...   Weiterlesen

01.11.1919

[817/01] Das Wesentliche des Dreigliederungsgedankens ist, daß er die sozialen Verhältnisse ohne Partei- und Klassenbefangenheit von dem Gesichtspunkte aus ansieht, der ihm durch die Frage gegeben wird: Was ist im gegenwärtigen Zeitpunkte der Menschenentwickelung...   Weiterlesen

01.11.1919

[816/01] In meinem Buche Die Kernpunkte der sozialen Frage ist der Vergleich des sozialen Organismus mit dem natürlichen menschlichen wohl herangezogen; zugleich aber darauf aufmerksam...   Weiterlesen

01.11.1919

[815/01] Einer Idee wie derjenigen von der Dreigliederung des sozialen Organismus werden viele Menschen immer wieder entgegenhalten: die soziale Bewegung strebt doch nach Überwindung der wirtschaftlichen Ungleichheiten der Menschen; wie soll diese erreicht...   Weiterlesen

01.10.1919

[814/01] Die Absichten, die Emil Molt durch die Waldorfschule verwirklichen will, hängen zusammen mit ganz bestimmten Anschauungen über die sozialen Aufgaben der Gegenwart und der nächsten Zukunft. Aus diesen Anschauungen heraus muß der Geist erstehen,...   Weiterlesen

01.10.1919

[813/01] Wenn die Ursachen der modernen sozialen Bewegung besprochen werden, so weist man unter anderem darauf hin, daß weder der Besitzer der Produktionsmittel noch der Arbeiter an denselben in der Lage ist, dem Erzeugnis etwas mitzuteilen, was aus einem...   Weiterlesen

01.10.1919

[812/01] Unter den mancherlei Einwendungen, welche gegen die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus gemacht werden können, ist eine, die man etwa in der folgenden Art vorbringen kann. Die Anstrengungen der politisch Denkenden in der neueren...   Weiterlesen

01.10.1919

[811/01] Von « Sozialisierung » reden heute viele Menschen so, als ob damit eine Summe von äußeren Einrichtungen im Staate oder in dem gesellschaftlichen Zusammenleben gemeint sein könnte, durch die gewisse Forderungen der neueren Menschheit ihre Erfüllung...   Weiterlesen

01.09.1919

[810/01] Über den Profit des wirtschaftlichen Unternehmers bestehen einander bekämpfende Ansichten. Seine Verteidiger sagen, der Mensch ist so geartet, daß er für irgendeine der Gesamtheit dienende Unternehmung seine Fähigkeiten nur einsetzt, wenn...   Weiterlesen