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Schülerfirmen

Die Wirtschaftskrise ist eine Wissenschaftskrise. Aus der Krise führt deshalb die Begründung einer Wirtschaftswissenschaft, die diesen Namen verdient. Begründet werden kann sie aber nur von Menschen, die gelernt haben, sich objektiv zu den Wirtschaftsprozessen zu stellen. Wo kann man das aber heute lernen? Sobald der Mensch seine Arbeitskraft auf einem Arbeitsmarkt verkauft, wird er dadurch ja schon von den falschen Begriffen korrumpiert. Eine Wirtschaftswissenschaft kann also am ehesten von Menschen geschaffen werden, die die Wirtschaftsprozesse schon kennengelernt haben, bevor sie auf dem Arbeitsmarkt oder an der Universität eine Ideologie aufnehmen müssen. Was liegt da näher, als Kindern im Schutzraum der Schule mit einer Schülerfirma die Gelegenheit zu geben, ihre eigenen Erfahrungen mit der Wirtschaft zu machen? Das bedeutet nicht, dass die Kinder zu Kapitalisten erzogen werden sollen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Kapitalismus (in der gewohnten Wortbedeutung) liegt nicht im Wesen der Wirtschaft selbst, sondern wird vom Staat und den staatlichen Bildungsanstalten als Ideologie in diese hineingetragen. Dem Wesen der Wirtschaft kommen die Kinder näher, wenn sie in ihrer Schülerfirma verstehen lernen, wo eine Ware herkommt, wo sie hingeht, und was sich hinter ihrem Preis verbirgt. Dann setzen sie der Ideologie des Kapitalismus eine Wahrheit entgegen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Schülerfirma eine echte Firma ist und echte Produkte verkauft, so wie die mancher Waldorfschulen, und nicht bloß Entertainment-Charakter hat, wie das leider an vielen Staatsschulen der Fall ist.

Johannes Mosmann