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US-Richter erzwingt von Microsoft Einbau von Java in Windows

24.12.2002

Microsoft muß künftig die neueste Java-Technologie zusammen mit seinem Windows-Betriebssystem anbieten. Dies geht aus einer Einstweiligen Verfügung eines Bundesrichters. Wenn nicht für Microsoft und seine Aktionäre, dann für den Rest der Menschheit ein willkommenes Weihnachtsgeschenk.

Mit der Programmiersprache Java lassen sich Programme entwickeln, die auf allen Betriebssystemen laufen. Um die Monopolstellung seines Windows-Betriebssystems zu sichern, hatte Microsoft Java mit allen Mitteln bekämpft, von der Entwicklung einer nur auf Windows laufenden Javaversion bis zum totalen Boykott der Programmiersprache.

Bisher hat Microsoft erreicht, daß Java - und damit auch Unix-Betriebssysteme wie Linux und Mac OS X - bei Desktop-Rechnern kaum eine Rolle spielen. Nur im Server-Bereich schaffte es Microsoft nicht, sich durchzusetzen. Dort haben Linux und Java das Sagen. Mit einem Durchbruch von Java bei den Desktop-Rechnern könnte es nun gelingen, das Windows-Betriebssystem weiter zurückzudrängen.

Als Zwischenschritt bietet sich das Mac OS X-Betriebssystem von Apple an, das wie Linux auf Unix basiert, bei dem aber auch gewohnte Desktop-Anwendungen wie Word und Excel von Microsoft zur Verfügung stehen. Wer einmal Geschmack an der Unix-Welt gefunden hat, wird es nicht schwer haben, völlig auf Open-Source-Software zu setzen.

Schaut man es sich genauer an, so deutet die Open-Source-Gemeinde auf zukünftige Formen der Zusammenarbeit. Sie verbindet Menschen mit einer ausgeprägten Berufsmoral, Programmierer, die sich von ihren Kollegen auf die Finger schauen lassen. Und aus dieser gemeinsamen Ethik entsteht die Kraft, Forschung und Entwicklung an sich aus dem kommerziellen Bereich herauszusondern. Gewinne werden stattdessen bei der Betreuung und Beratung der Anwender gemacht. Mit solch vorgebildeten Menschen lassen sich Assoziationen gründen, die zwar Gewinne zulassen, aber nicht alles von einem Markt erwarten, der nur zur Vermachtung führt.