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hessnatur an Capvis verkauft? Nicht mit Ihrer Hilfe!

02.06.2012 - Johannes Mosmann

Einstweilige Verfügung

Am 1. Oktober (Ausfertigung 2. Oktober) hat die Hess Natur-Textil GmbH, vertreten durch Maximilian Lang, gegen Johannes Mosmann und Andreas Schurack, die Betreiber der website www.wir-sind-die-konsumenten.de, eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Frankfurt am Main erwirkt, die ihnen untersagt, einen der folgenden Zusammenhänge zu behaupten oder behaupten zu lassen:

a. "Die Zahlungen der Kunden der Hess Natur-Textil GmbH gingen in die Rüstungsindustrie"
b. "Die Anteilseignerin Capvis der Hess Natur-Textilien GmbH sei in die Rüstungsindustrie verstrickt"
c. "Das australische Militär vermehre sein Geld über jeden Einkauf bei der Hess Natur-Textilien GmbH"

Aus diesem Grund mussten wir Texte und Textstellen, die die einstweilige Verfügung betreffen, auch von dieser website entfernen. Johannes Mosmann und Andreas Schurack haben ihren Anwalt beauftragt, Widerspruch zu erheben. Solange die einstweilige Verfügung jedoch wirksam ist, ist ihnen "bei Meidung eines Ordnungsgeldes bis € 250.000, ersatzweise Ordnungshaft, oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten" untersagt, solche Zusammenhänge zu behaupten oder behaupten zu lassen.

Download einstweilige Verfügung (PDF)

Diesen Freitag wurde hessnatur an einen Spekulanten verkauft – oder doch nicht, wenn Sie jetzt mithelfen!

Am Freitag gab die Private-Equtiy-Gesellschaft Capvis bekannt, den Ökomodenversender aus Butzbach gekauft zu haben. Capvis ist die größte Private-Equity-Gesellschaft der Schweiz. Wessen Gelder sie verwaltet, welches „Eigenkapital“ jetzt also mit Hilfe der Zahlungen der hessnatur-Kunden vergrößert werden soll, ist ihr wohlgehütetes Geheimnis. Ein Blick auf die Webseite von Capvis genügt jedenfalls, um zu begreifen, was hessnatur jetzt blüht. Die Laufzeit einer "Investition" dieser Gesellschaft beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre, danach wird das Unternehmen weiterverkauft. Bis dahin muss es profitabler gemacht werden, d.h.: die Rendite muss vergrößert, die Lohnkosten gesenkt, Arbeitsplätze müssen verlegt werden, und vieles mehr. Und das will Capvis jetzt mit einem Fair-Trade-Unternehmen machen, d.h., mit einem Unternehmen, dem es gerade umgekehrt um jeden Cent geht, der zusätzlich für das Einkommen der real arbeitenden Menschen ausgegeben werden kann! Das soll mit einem Öko-Unternehmen geschehen, bei dem gerade nicht die Rendite, sondern der Verzicht auf Rendite zugunsten des Mehrwerts der Natur im Vordergrund steht! Das Geschäft von hessnatur und das „Geschäft“ von Capvis schließen sich prinzipiell aus!

Die „Partner“ dieser Gesellschaft genieren sich nicht, auf der Webseite mit ihren bisherigen „Buyouts“ zu werben:

http://www.capvis.com/index.php?id=24.

Wer nicht weiß, was ein Buyout ist, sollte das nachschlagen! Capvis sagt jedoch, sie wolle "hessnatur in die Zukunft führen". Wie sieht diese Zukunft aus? Ein Blick in die Vergangenheit von Capvis reicht, um in diese Zukunft zu sehen: von den 26 Unternehmen, die Capvis in den vergangenen Jahren "in die Zukunft" führte, hat keines eine Gegenwart mehr, zumindest nicht im Sinne eines eigenständigen Unternehmens, siehe hier. Capvis hat sie ausnahmslos entweder ausgeschlachtet, an der Börse verkauft, oder aufgelöst. Sicher - einige von ihnen werfen jetzt ordentlich Profit für den Konzern ab, in den sie aufgegangen sind. Aber alle haben ihre Existenz als selbsverantwortlich handelndes Unternehmen verloren. Das kann niemals die Zukunft eines Fair-Trade-Unternehmens sein! Einzig und allein eine selbstverantwortliche Weiterführung des Ökopioniers durch die Menschen, die Fair Trade und Umweltschutz auch meinen, die deshalb das Unternehmen mit der Arbeit ihrer Hände aufbauten, die über die nötigen Erfahrungen und die Fähigkeiten verfügen, kann hessnatur eine Zukunft ermöglichen. Deshalb: Helfen Sie jetzt der Genossenschaft hnGeno, die für die real wirtschaftenden Menschen das Recht am eigenen Unternehmen zurückgewinnen will!

Die Chancen für die hnGeno stehen gut, da der Wert, den Capvis nun zu besitzen glaubt, real vollständig in den Händen der Menschen liegt, welche nun die Rendite für Capvis erwirtschaften sollen - in Ihren Händen, und in den Händen der Mitarbeiter.

Und so können Sie jetzt helfen:

  1. Viele Kunden haben sich auf wir-sind-die-konsumenten.de unmissverständlich über ihr Kaufverhalten in Bezug auf hessnatur-Produkte im Falle einer Übernahme durch einen Spekulanten ausgesprochen. Falls diese Kunden auch meinen, was sie sagen, wird es für Capvis ungemütlich. Denn was Capvis tatsächlich „besitzt“, ist letztendlich Ihr Geld – oder auch nicht! Wollen Sie durch Ihren Einkauf bei hessnatur das Kapital von Capvis vermehren oder nicht? Eine hessnatur-Kundin hatte jedenfalls angekündigt: „Sollte jemand anderes als die Genossenschaft neuer Eigentümer werden, werde ich aufgrund mangelnder Glaubwürdigkeit nicht mehr bei hessnatur einkaufen.“ Es wäre also möglich, dass der Wert der Beute jetzt unter den Händen des Spekulanten zerrinnt.
  2. Schreiben Sie hessnatur und Capvis direkt an und machen Sie Ihren Standpunkt deutlich. Teilen Sie ihnen mit, was genau Sie von Capvis zu kaufen gedenken. Capvis darf erfahren, wen genau sie da vermeintlich einkassiert haben! Die Mailadresse des Pressekontakts bei Capvis lautet ursula.furrer@capvis.com. Vielleicht sind die Mailadressen der eigentlichen "Verantwortlichen" ebenso aufgebaut, also: marc.battenfeld@capvis.com, ueli.eckhardt@capvis.com, daniel.flaig@capvis.com, rolf.friedli@capvis.com, stephan.lauer@capvis.com, felix.rohner@capvis.com, andreas.simon@capvis.com. Falls Sie mir die Mails außerdem außerdem unter als Blindkopie zukommen lassen, kann ich Statistik führen und über die Zahl der Briefe an Capvis eine News veröffentlichen.
  3. Capvis wird versuchen, sich als Umwelt- und Menschenfreund zu verkaufen. Verbreiten Sie die Wahrheit über Capvis so effektiv wie möglich!
  4. Jeder von Ihnen kennt mindestens einen weiteren hessnatur Kunden. Leiten Sie ihm diese Mail weiter, und überzeugen Sie ihn von der Notwendigkeit, sich auf der Webseite wir-sind-die-konsumenten.de einzutragen und vor allem: entsprechend der hier genannten Punkte auf Capvis zu reagieren!

Diese Punkte sind jetzt die Dringendsten. Ob hessnatur eine Zukunft hat, entscheidet sich in den nächsten drei oder vier Wochen. Vom Ausgang hängt allerdings noch wesentlich mehr ab: er wird die Weichen stellen für die Frage, welchen Mut die Menschen in den kommenden Jahren finden, der Zerstörung entgegenzutreten! Bitte bleiben Sie also informiert, und besuchen Sie regelmäßig die Webseite der hnGeno, um Neuigkeiten und weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu erfahren. Und genieren Sie sich nicht, selbst kreativ zu werden!

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