Erscheinungsjahr: 2004
Quellenangaben: Rundbrief Dreigliederung des sozialen Organismus, 2004, Nr. 1, März 2004, S. 4-9
Zusammenfassung
Die gesellschaftliche Revolution des 21. Jahrhunderts wird von drei rivalisierenden Kräften vorangetrieben: McWorld, Dschihad und Civitas/Humanitas. McWorld steht für die materialistische Moderne, repräsentiert durch das US-amerikanische Imperium, während Dschihad die fundamentalistische, traditionelle Antwort auf McWorld darstellt. Civitas/Humanitas ist die globale Zivilgesellschaft, die einen postmaterialistischen, gewaltfreien und spirituellen Weg sucht.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Revolutionen, die nur auf die Erlangung von Staatsmacht abzielen (Etatismus), muss eine gesellschaftliche Revolution auch die Bereiche Kultur, Politik und Wirtschaft transformieren, um dauerhaft zu sein. Der Autor betont die Notwendigkeit einer inneren, spirituellen Initiationsreise, um die Probleme der materialistischen McWorld zu überwinden. Die Zivilgesellschaft, die als die „dritte Kraft“ bezeichnet wird, muss sich von einem bloßen Widerstand (erste Generation) und dem Schaffen von Alternativen (zweite Generation) zu Strategien der dritten Generation entwickeln.
Diese Strategien nutzen die soziale Dreigliederung, um eine angemessene Interaktion der drei gesellschaftlichen Bereiche - Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben - zu erreichen. Nur durch die Befreiung des kulturellen Lebens von der Dominanz wirtschaftlicher und politischer Mächte kann die geistige Kultur der Civitas verwirklicht werden. Der Text erwähnt Rudolf Steiner in einer Fußnote als Quelle für das Verständnis des Initiationsprozesses, der notwendig ist, um die geistige Transformation zu vollziehen und eine neue Welt zu schaffen.