05.10.2018 - 06.10.2018, 19:00 - 18:00 Uhr

Von der Staatskunst zur Sozialkunst

Wie finden wir passende Formen und Strukturen für unser Zusammenleben?

Ort: Kulturhaus OSKAR, Oskar-Hoffmann-Str. 25, 44789 Bochum

Vortrag und Seminar, mit Sylvain Coiplet und Klaus Hartmann.

Anliegen

Früher hieß es Staatskunst, heute müsste es Sozialkunst heißen, wenn es darum geht, Verhältnisse so einzurichten, dass sie den sozialen Bedürfnissen einer industriellen/digitalisierten Kultur und globalisierten Welt entsprechen.
Dafür stellte Rudolf Steiner mit seinem Impuls für eine neue Sozialgestaltung einen interessanten Ansatz vor, um die Soziale Frage an der Wurzel zu packen und den Nationalismus zu überwinden. Er zeigte einen Weg zu einer echten Völkerverständigung auf, an deren Beispiel man für die heutigen Verhältnisse viel lernen kann – in der „großen“ Politik, aber auch z.B. für meine Verhältnisse am Arbeitsplatz oder in der Schule etc.
Durch eine Ausstellung zu den Aktionen und Ideen für eine neue Sozialgestalt Rudolf Steiners veranschaulicht, werden wir im Seminar solche Fragen be- und erarbeiten.

Freitag, den 05.10.2018, 19.30 Uhr bis Samstag, den 06.10.2018, 18.00 Uhr

 

Seminarbeschreibung im Flyer

„Historische Perspektiven und Aufbruchszeit“

Inhalt (Auszug)

Rudolf Steiners ‚Aufruf‘ und die ‚Soziale Frage‘

Rudolf Steiner war ein Modernisierer und Experimentator. Wie müsste man Gesellschaft verstehen, wenn nicht mehr der Einheitsstaat oder die Wirtschaft alles regulierten, (Mastrichter Verträge / Neue Weltordnung/ international vereinheitlichende, ordnende Tendenzen), sondern ein Freies Geistesleben, die Gleichheit vor dem Recht und eine Brüderlichkeit im Wirtschaften die Säulen unserer Entwicklung wären? So eine Sozialordnung mit hoher Individualität könnte Luft zum Atmen geben und wir könnten gemeinsam eine zu uns passende humanitäre Weltordnung entwerfen. Das Ganze bedürfte aber der Kunst:

Lernziel:

Das Seminar untersucht die Relevanz von Rudolf Steiners „Sozial-Aufruf“ für die heutige Situation und erörtert mit den Teilnehmern die Frage nach einer individuellen, von Gruppenbindungen unabhängigen Sozialkompetenz. Ziel des Seminares ist es, eine aktive Beteiligung aller Menschen an den gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Fragen zu fördern.