Staatsschulen darf es nicht mehr geben

Quelle: GA 185, S. 227-228, 3. Ausgabe 1982, 03.11.1918, Dornach

Wenn Sie rückblicken auf dasjenige, was ich gesagt habe, dann werden Sie doch finden, daß gegenwärtig hier außen auf dem physischen Plane etwas ist, was eigentlich in die Seelen hineingehört und in den Geistesmenschen hineingehört, während auf dem äußeren physischen Plane eigentlich die Brüderlichkeit heraus will, die in sich abgeschlossene Brüderlichkeit heraus will. Es hat sich auf dem physischen Plane dasjenige geltend gemacht, hat ihn organisiert, diesen physischen Plan, was auf den physischen Plan unmittelbar nicht gehört. Natürlich gehört es auf den physischen Plan, insofern die Menschen auf dem physischen Plane stehen und es in den Seelen lebt, aber es gehört nicht hinein dadurch, daß man auf dem physischen Plane die Leute organisiert. Auf dem physischen Plane müssen zum Beispiel die Religionen absolut nur Seelengemeinschaften sein können, nicht äußerlich organisiert sein, müssen die Schulen als solche ganz anders organisiert sein; vor allen Dingen dürfen nicht Staatsschulen sein und so weiter. Das alles muß aus der Freiheit des Gedankens, aus der Individualität des menschlichen Wesens herausgehen können.