Karl Heyer

Karl Heyer (1888 - 1964)

Geboren in Hanau, 1907-1910 Studium der Rechte in Genf und Kassel, 1911 hörte er Steiner erstmals in Frankfurt (über das Goethesche Märchen) und studierte auf den Rat Steiners Geschichte. 1917 wurde er Dr. iur. et phil. und war bis 1920 juristischer Mitarbeiter von Verwaltungsbehörden. Der Aufruf Rudolf Steiners An das deutsche Volk und die Kulturwelt wirkte auf ihn tief beglückend. Sofort setzte sich Karl Heyer als Redner und Schriftsteller für die soziale Dreigliederung ein. Von Sommer 1920 an finden wir Karl Heyer in Stuttgart als Mitarbeiter des Bundes für Dreigliederung. Nach dem Ende des Dreigliederungsbundes arbeitete er als Mitarbeiter der Anthroposophischen Gesellschaft weiter in Stuttgart, war auch Mitglied des "Dreißiger-Kreises." Bis zum Verbot der Gesellschaft 1935 folgte eine intensive Vortragstätigkeit, später trat die schriftstellerische Arbeit immer mehr in den Vordergrund. Während und nach der Verbotszeit entstanden in Kreßbronn am Bodensee die meisten seiner grundlegenden, anthroposophisch orientierten Geschichtsbetrachtungen. Er verstarb in Freiburg im Breisgau.

Veröffentlichungen

Rechts- und staatsgeschichtliche Entwicklungslinien. Stuttgart 1922
Das Wunder von Chartres. Basel 1926
1982. Menschheitsfragen der Gegenwart im Lichte anthroposophischer Welterkenntnis. Basel 1927
Das Schicksal des deutschen Volkes und seine Not. Stuttgart 1932
Kulturkrise und Anthroposophie. Stuttgart 1933
Aus dem Jahrhundert der französischen Revolution. Kressbronn 1956
Geschichtsimpulse des Rosenkreuzertums, Kressbronn 1959
Vom Genius des Mittelalters. Kressbronn 1960
Wer ist der deutsche Voksgeist? Kressbronn 1961
Wenn die Götter den Tempel verlassen. Freiburg 1947, 2. Auflage: Der Staat als Werkzeug des Bösen. Der Nationalsozialismus und das Schicksal des deutschen Volkes. Stuttgart 1965
Beiträge zur Weltgeschichte, Band I - IX, 1939 - 1958

Bücher