Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

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01.02.1950

Anmerkung der RedaktionDie Schriften von Wilhelm Schmundt muss leider jeder kennen, der sich für die soziale Dreigliederung einsetzen will. Nicht etwa, weil sie irgend etwas zum Verständnis der sozialen Dreigliederung beigetragen haben. Sondern umgekehrt, weil sie vielen bei ihrem Verständnis der sozialen Dreigliederung im Wege standen - und immer noch...   Weiterlesen

01.05.1949
Von:

Die Uridee der sozialen Dreigliederung ist in gewissem, weitestem Sinne so alt wie die Welt. Sie hängt mit allen Urdreiheiten der Welt und des Menschen zusammen. Sozial haben sich diese Urdreiheiten in alten Zeiten besonders in der Dreiheit der (aus den ursprünglichen Kasten hervorgegangenen) Stände widergespiegelt. Wie eine Erinnerung daran sind die platonischen drei Stände: Lehrstand,...   Weiterlesen

01.01.1949

Versuch eine Weltwirtschaftslehre zu begründen - Das Buch in der Online-Version Emil Leinhas – Vom Wesen der Weltwirtschaft (PDF) Zu dieser Ausgabe Diese PDF-Version folgt der 1949 im Alfons Bürger – Verlag Lorch – Stuttgart erschienen Ausgabe. Die Seitenzählung wurde beibehalten.Leider konnten wir keinen aktuellen...   Weiterlesen

01.06.1946

«Diese Weltanschauungsfragen, mit der modernen Freiheitsfrage im Mittelpunkt, bilden den geheimen Untergrund der ‹Arbeiterbewegung›. Daran hat man zu denken, wenn Friedrich Engels anspruchsvoll erklärte: ‹die deutsche Arbeiterbewegung ist die Erbin der klassischen deutschen Philosophie›. Das von den Arbeitern zu erbende Vermögen bestand weniger in fertigen Lösungen, als im Mut zu kühnen...   Weiterlesen

01.02.1934
Von:

Eine gesunde Geldschöpfung kann aber gar nicht in der Leihgeld – sondern muss in der Kaufgeldsphäre vorgenommen werden. Für das Kreditvolumen darf nicht der subjektive Geldbedarf das Mass geben. Dieser hat sich vielmehr in ein Kreditvolumen hineinzubequemen, dessen Mass von dort her bestimmt ist, wo allein sozial-legitime Geldschöpfung ihre Stätte haben kann: „Im Beginne des Kauf- und Verkaufsprozesses, wo das Naturprodukt beginnt, sich mit der Arbeit zu vereinigen“, – dort, und nur dort, wird Geld legitimerweise zur Welt gebracht.  Weiterlesen

01.01.1932

Zugleich eine Betrachtung der Weltwirtschaftskrise - Es stecken heute zwei Wirtschaftsordnungen ineinander. Eine ältere national abgegrenzte, bis an die Zähne bewaffnete machtvolle, die auf den Gruppenegoismus basiert ist, und eine jüngere, unbewaffnete, lediglich durch die Katastrophe sich auswirkende Weltwirtschaft, in der nur dasjenige vorwärts führt, was auf völliger Selbstlosigkeit beruht. In diese Doppelwirtschaft finden wir das Gold hineingestellt.  Weiterlesen

01.06.1922

Wien, 11. Juni 1922Meine sehr verehrten Anwesenden! Als ich vor drei Jahren etwa auf Verlangen einer Reihe von Freunden, die damals unter dem Eindruck der Ereignisse im sozialen Leben nach der vorläufigen Beendigung des großen Weltkriegs standen, meine «Kernpunkte der sozialen Frage» veröffentlicht hatte, da ergab sich...   Weiterlesen

10.05.1921

Was in Oberschlesien 1921 sonst so gut wie unmöglich war, nämlich Deutsche und Polen in eine Versammlung zu bringen und solche Versammlungen auch durchzuführen, das gelang der Idee der Dreigliederung. Mit dieser Tatsache ist schon ihre wirklichkeitsgemäße Einstellung für Oberschlesien bewiesen.  Weiterlesen

01.04.1921

In dem Buche „Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft“ hat Rudolf Steiner die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus niedergelegt und begründet. Diese Idee ist, wie jedem unbefangenen Leser des Buches klar werden kann, nicht ein ausgedachtes System, sondern sie ist...   Weiterlesen

01.03.1921
Von:

Alldeutsche und Antisemiten gegen die Anthroposophie"Le Deutschtum" ist ein Ausdruck, den man als Spottwort in französischen Zeitungen immer wieder trifft, wenn das Bild des abscheulichen Popanzen beschworen werden soll, in dem das deutsche Wesen der neueren Zeit im Massenbewußtsein der Franzosen und fast aller Völker der Erde...   Weiterlesen

01.01.1921

Die oberschlesische Frage ist eine europäische Frage. Auf das wirtschaftliche Gedeihen der Industrie, insbesondere auf die Kohlenschätze Oberschlesiens richtet ganz Europa seine besorgten Gedanken und Wünsche. Für den europäischen Wirtschaftskreislauf ist Oberschlesien von entscheidender Bedeutung. Die geistig-kulturellen Probleme und Aufgaben dieses Gebietes, als einer Mitte zwischen Ost- und Mitteleuropa, liegen schwer in der Waagschale. Die Geistigkeit der oberschlesischen Völker kann nur dann in der rechten Weise sich auswirken, wenn hier eine wirkliche Lösung der Nationalitätenfrage gefunden wird. Damit wäre auch Entscheidendes gewonnen für die Heraufführung eines neuen Zeitalters der Völkerbeziehungen überhaupt.  Weiterlesen

01.09.1920

Bund für Dreigliederung des sozialen OrganismusStuttgart, September 1920Um dem Bedürfnis der Ortsgruppen und Mitarbeiter zu entsprechen, hat die Bundesleitung eine Neuauflage der Verzeichnisse der Ortsgruppen und Auskunftstellen des "Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus" veranstaltet, die dem Stande der bei der Bundesleitung vorliegenden Briefe, Berichte und Angaben...   Weiterlesen

01.08.1920

Quelle: Beiträge zur Dreigliederung, Anthroposophie und Kunst, Heft 40/41, 1994. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Stuttgart, den 1. August 1920 Meine verehrten Anwesenden! Der Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus, er ist es ja eigentlich - ich...   Weiterlesen

01.08.1920

Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus Stuttgart, August 1920 Verehrte Freunde! Nachdem der Unterzeichnete die Leitung des Bundes für Dreigliederung übernommen hat, bittet er alle Freunde und Mitarbeiter um ihre freundliche Unterstützung in seinen Bemühungen, der Welt nach Kräften die Größe und universelle Bedeutung der Dreigliederung des sozialen...   Weiterlesen

01.06.1920

Stuttgart, 16. Juni 1920Rudolf Steiner: Meine sehr verehrten Anwesenden! Ich möchte heute über Dreigliederung des sozialen Organismus in der Weise sprechen, daß durch die Gesichtspunkte, von denen meine Ausführungen handeln werden, einiges Licht fallen kann auf dasjenige, was man aus den volkswirtschaftlichen Tatsachen heraus in der neueren Zeit die Bodenfrage genannt hat. Es ist ja eine...   Weiterlesen

30.03.1920

Die „fortschrittliche“ Schweiz befindet sich in der Frage der Zuerkennung der — doch wohl eigentlich selbstverständlichen — politischen Gleichberechtigung der Frau in einem merkwürdigen Rückstand gegenüber der Mehrheit der zivilisierten Staaten. Die Gründe hierfür sind nicht durchsichtiger Natur. Den Hauptgrund erblicken wir in einem instinktiven Gefühl, das die Frau eigentlich zu...   Weiterlesen

01.02.1920

Quelle: Zeitschrift "Soziale Zukunft", 5.-7. Heft, Februar 1920[854/01]Wer sich auf den heutigen Bildungsanstalten für den Beruf des Pädagogen vorbereitet, nimmt viele gute...   Weiterlesen

01.01.1920

Es ist von verschiedenen Seiten, zum Beispiel von dem englischen Finanztheoretiker Hartley Withers (in seinen Ausführungen über « Money and Credit »), gesagt worden, daß alle Fragen, die das Geld betreffen, so verwickelt seien, daß ihre scharfe Fassung in bestimmte Gedanken außerordentlichen Schwierigkeiten...   Weiterlesen

01.12.1919

[819/01]Im Jahre 1858 schrieb Herman Grimm einen Aufsatz: « Schiller und Goethe.» Der beginnt mit den Sätzen: « Die wahre Geschichte Deutschlands ist die Geschichte der geistigen Bewegungen im Volke. Nur da, wo die Begeisterung für einen großen Gedanken die...   Weiterlesen

01.12.1919

[818/01]Die Zahl derjenigen Menschen nimmt stetig zu, die betonen, daß aus der sozialen Wirrnis unserer Zeit nur herauszukommen sei, wenn in das Denken und Empfinden ein Zug nach dem Geistigen komme. Die Enttäuschungen, welche « volkswirtschaftliche » Ideen gebracht...   Weiterlesen

01.12.1919

[820/01]Gutgemeinte Gedanken schaffen doch kein Brot. Das ist der Kern der Weisheit, die heute oftmals zu hören ist, wenn von Ideen gesprochen wird, wie sie der Forderung nach Dreigliederung des sozialen Organismus zugrunde liegen. Man möchte angesichts des Ernstes...   Weiterlesen

01.12.1919

[821/01]Einem Ideenzusammenhang wie dem von der Dreigliederung des sozialen Organismus wird oft als Einwand entgegengeworfen: er könne nicht für diese oder jene Einzelheit mit « praktischen Vorschlägen » auftreten. Man sagt etwa: Da ist die Zerrüttung der Valuta....   Weiterlesen

01.11.1919

[815/01]Einer Idee wie derjenigen von der Dreigliederung des sozialen Organismus werden viele Menschen immer wieder entgegenhalten: die soziale Bewegung strebt doch nach Überwindung der wirtschaftlichen Ungleichheiten der Menschen; wie soll diese erreicht werden...   Weiterlesen

01.11.1919

[816/01]In meinem Buche Die Kernpunkte der sozialen Frage ist der Vergleich des sozialen Organismus mit dem natürlichen menschlichen wohl herangezogen; zugleich aber darauf aufmerksam gemacht,...   Weiterlesen

01.11.1919

[817/01]Das Wesentliche des Dreigliederungsgedankens ist, daß er die sozialen Verhältnisse ohne Partei- und Klassenbefangenheit von dem Gesichtspunkte aus ansieht, der ihm durch die Frage gegeben wird: Was ist im gegenwärtigen Zeitpunkte der Menschenentwickelung...   Weiterlesen

01.10.1919

[811/01]Von « Sozialisierung » reden heute viele Menschen so, als ob damit eine Summe von äußeren Einrichtungen im Staate oder in dem gesellschaftlichen Zusammenleben gemeint sein könnte, durch die gewisse Forderungen der neueren Menschheit ihre Erfüllung finden...   Weiterlesen

01.10.1919

[812/01]Unter den mancherlei Einwendungen, welche gegen die Idee von der Dreigliederung des sozialen Organismus gemacht werden können, ist eine, die man etwa in der folgenden Art vorbringen kann. Die Anstrengungen der politisch Denkenden in der neueren Zeit liefen...   Weiterlesen

01.10.1919

[813/01]Wenn die Ursachen der modernen sozialen Bewegung besprochen werden, so weist man unter anderem darauf hin, daß weder der Besitzer der Produktionsmittel noch der Arbeiter an denselben in der Lage ist, dem Erzeugnis etwas mitzuteilen, was aus einem unmittelbaren...   Weiterlesen

01.10.1919

[814/01]Die Absichten, die Emil Molt durch die Waldorfschule verwirklichen will, hängen zusammen mit ganz bestimmten Anschauungen über die sozialen Aufgaben der Gegenwart und der nächsten Zukunft. Aus diesen Anschauungen heraus muß der Geist erstehen, in dem...   Weiterlesen

01.09.1919

Quelle: Zeitschrift "Soziale Zukunft", 3. Heft, September 1919[852/01]Innerhalb der gegenwärtigen sozialen Bewegung wird viel von sozialen Einrichtungen, wenig aber von sozialen...   Weiterlesen