Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

Ansicht Thema Autor/in Jahr
Coiplet, Sylvain
01.04.2000

Anarchismus als Individualismus oder Chaos - Was hat nun Steiner überhaupt über den Anarchismus gesagt ? Was versteht er aber selbst unter Anarchismus ? Was hält er für anarchistisch und was meint er damit ? Es sollen aber nicht alle Stellen herangezogen werden, wo er diese Worte je benutzt hat. Es wird vielmehr darum gehen, was Steiner vom Anarchismus einerseits im Geistesleben und andererseits im Wirtschaftsleben hält.  Weiterlesen

01.04.2000

Erziehung: Freiheit als Anfang, Mitte oder Ende? - Der Unterschied zwischen Stirner und Steiner liegt nicht in ihrer Auffassung der Freiheit. Eine passive Freiheit wird man auch bei Stirner kaum finden können. Entscheidend ist die anarchistische Ablehnung des Geistigen. Bei Steiner verträgt sich der Geist doch ganz gut mit der Freiheit, und die Eigenheit mit der Gleichheit im Geiste.  Weiterlesen

01.04.2000

Die Ideale der französischen Revolution als untrennbare Einheit oder als Ersatz für die Einheit - Das Ideal der nationalen Einheit lehnt Proudhon radikal ab. Er sieht darin nur eine Ablenkung von den Idealen der Französischen Revolution.  Weiterlesen

01.04.2000

Geld: Brüderlichkeit durch zinsloses oder durch alterndes Geld? - Silvio Gesell lehnt die Goldwährung mit dem Argument ab, daß das Geld sich wie jede Ware abnutzen soll. Beides findet sich bei Rudolf Steiner wieder. Es gibt aber Aussagen von Steiner über Gesell und dessen Geldtheorie. Diese Aussagen sind nicht besonders positiv. Gibt es also doch Unterschiede?  Weiterlesen

01.04.2000

Assoziation: Brüderlichkeit durch Syndikalismus oder durch Betriebsräte? - Statt von Brüderlichkeit spricht Steiner oft von Assoziation. Es klingt etwas nüchterner. Das Wort Assoziation ist aber keine Wortschöpfung von Steiner. Es hat ganz im Gegenteil eine lange Vorgeschichte. Es bleibt aber offen, ob Steiner sich wirklich, sei es nur stillschweigend, darauf bezieht oder dem Ausdruck eine eigene, ganz neue Bedeutung gibt.  Weiterlesen

01.04.2000

Religion: Die Freiheit als Beweis oder als Tod Gottes? - Freiheit gibt es nicht ohne Materialismus. Dies ist die Überzeugung der meisten Anarchisten. Sie findet sich schon bei einem der ersten Anarchisten, Proudhon. In einer Kampfschrift gegen die Religion stellt er Luzifer als den Befreier der Menschheit dar. Er hat sie nämlich von Gott befreit. Dieser Gedanke findet sich bei Bakunin wieder, nur in einer noch radikaleren Form. Wer einen Gott über sich stellt, der verzichtet auf seine Freiheit.  Weiterlesen

01.04.2000

Freiheit oder Brüderlichkeit: Anarchismus als Kampf ums Dasein oder als gegenseitige Hilfe - Mit seinem Prinzip der Gegenseitigen Hilfe richtet sich Kropotkin gegen die Darwinisten mit ihrer Vorstellung vom Kampf ums Dasein. Dies ist auch der eigentliche Anlaß für Steiner gewesen, sich mit Kropotkin auseinanderzusetzen. Was bei Steiner fehlt, ist der Hinweis darauf, daß Kropotkin zu den Anarchisten zu rechnen ist. Dies wird, so viel ich sehen konnte, auch später von Steiner nie erwäht. Das erfährt man erst, wenn man sich selber mit der Ideengeschichte des Anarchismus beschäftigt.  Weiterlesen

01.04.2000

Die Dreigliederung der sozialen Frage und sozialen Antwort bei Rudolf Steiner - Als Steiner 1919 seine Kernpunkte der sozialen Frage schreibt, sitzt der Marxismus bereits in Rußland an der Macht. Dem Bürgertum ist er aber noch weitgehend unbekannt. Das Buch fängt daher an mit einer längeren Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Steiner geht es darum zu zeigen, wie einseitig diese Art der sozialen Frage und daher auch ihre Antwort ist. Es heißt nicht, daß der Marxismus falsch ist. Er beruht aber auf einer Drittelwahrheit.  Weiterlesen

01.04.2000

Der Staat als soziale Frage: Terrorismus als Ende oder als Nachahmung der staatlichen Gewalt? - Einige Anarchisten habe sich zur sogenannten «Propaganda der Tat» bekannt. Anarchismus und Terrorismus sind daher vielfach für gleichbedeutend gehalten worden. Für Rudolf Steiner gilt: Wer Gewalt anwendet, bekämpft nicht den Staat, sondern macht sich selber zum Staat. Sollte der jetztige Staat dabei zusammenbrechen, so wäre gar nichts gewonnen: Der Staat ist tot, es lebe der Staat.  Weiterlesen

31.03.2000

Mein Einsatz gilt nicht dem Anarchismus, sondern der sozialen Dreigliederung. Mich hindert es aber nicht daran, von bestimmten Anarchisten mehr zu halten als von manchen sozialen Dreigliederern.  Weiterlesen

31.03.2000

Mein Einsatz gilt nicht dem Anarchismus, sondern der sozialen Dreigliederung. Mich hindert es aber nicht daran, von bestimmten Anarchisten mehr zu halten als von manchen sozialen Dreigliederern.  Weiterlesen

01.11.1999

In einem Leserbrief an Info3 spricht sich Sven Lauritzen für ein "Recht auf Arbeit" und sieht darin eine Forderung der sozialen Dreigliederung. "Recht auf Arbeit" und Arbeitswang laufen aber auf dasselbe hinaus: Sie lenken beide von der wirtschaftlichen Aufgabe ab, die Produktion an die Konsumbedürfnisse anzupassen.  Weiterlesen

01.11.1999

In einem Leserbrief an Info3 spricht sich Jörg Ewert für die Gründung einer Dreigliederungspartei. Er beruft sich dabei auf Rudolf Steiner, der sich für eine Beteiligung an der Wahlen auspricht, um dann anschliessend alle Entscheidungen blockieren zu können, die einer sozialen Dreigliederung widersprechen. Jörg Ewert hat aber eines übersehen.  Weiterlesen

01.08.1997

Eines vorweg: Ich komme aus einem Land, wo der Nationalismus keineswegs verpönt ist, sondern noch eine politische Selbstverständlichkeit darstellt. Deutschland hat mich gerade deswegen angezogen, weil hier der Kampf gegen den Nationalismus nicht von vornherein verloren scheint.  Weiterlesen

01.08.1997

Zu den Kernpunkten der sozialen Dreigliederung gehört die Überwindung des Nationalismus. Erste Ansätze zu dieser Überwindung gibt es schon im Frühwerk Rudolf Steiners. Dort bleibt es aber meistens bei Andeutungen. Verständlich werden sie oft erst durch sein späteres Werk. Man kann sich fragen, warum Rudolf Steiner solange braucht, um seine Ideen auf den Punkt zu bringen. Liegt es nur an seiner eigenen Entwicklung oder auch an äußeren Umständen? Hier lohnt es sich einen Blick auf seine Biographie zu werfen.  Weiterlesen

01.07.1997

Diese Arbeit ist ein Plädoyer für individuelle Minderheitenrechte und gegen einen rechtlichen Zwang zur kulturellen Assimilation. Viele Autoren sehen darin einen Widerspruch. Wer keinen Widerspruch sehen kann, gilt ihnen dann als naiv. In der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur sehe ich aber keinen Anlaß, diese Naivität aufzugeben.  Weiterlesen

01.12.1996

In der Briefsammlung «Über die ästhetische Erziehung des Menschen» geht Schiller nur in den ersten Briefen und in dem letzten Brief auf die Politik ein. Bis zum achten Brief versucht er gegen seine Zeit zu rechtfertigen, warum er sich mit Ästhetik, statt mit Politik beschäftigen will. Ihm scheint es also nur darum zu gehen, mit dem Thema Politik «fertig» zu werden. Im siebenundzwanzigsten Brief kehrt er zwar zur Politik zurück, aber mit ihm brechen auch die Briefe ab. Heißt es, daß die «politischen» Briefe noch gar nicht geschrieben worden sind?  Weiterlesen

01.10.1996

Deutsche Nationalisten haben oft Herder und Fichte zu ihren großen Vorgängern gemacht. Sogar mit Hilfe von Zitaten. Es heißt aber noch lange nicht, daß diese Textfetzen bei diesen beiden Denkern die selbe Bedeutung haben, wie bei denen, die sie als Zitate benutzt-ausgenutzt haben. Es hat sich kaum einer um den Zusammenhang, in dem diese Zitate standen, gekümmert.  Weiterlesen

01.10.1995

Kant und Herder - Wilson und Steiner - Statt die Arbeit der heutigen internationalen Einrichtungen zu bewerten, beschäftige ich mich hier bloß mit Ideen. Ideen darüber, wie solche Einrichtungen aussehen könnten. Kant setzt auf Einrichtungen, Herder auf Gesinnungen. Interessant ist dabei ihr Menschen- und Geschichtsverständnis. Bei Wilson und Steiner geht es zunächst um eine andere Frage. Wilson legt den Schwerpunkt auf die Außenpolitik, Steiner auf die Innenpolitik. Dazu kommt die Freiheitsauffassung, worin sie sich deutlich unterscheiden. Die Folgen für die Politik sind gravierend.  Weiterlesen

01.04.1994

Kann die Rätebewegung von 1918/19 zu den Elementen gerechnet werden, die zu einer Konsolidierung der Demokratie als Staatsform in Deutschland beigetragen hätte, wenn sie sich ausgeweitet hätte? Durch diese Frage wird die andere Frage, ob die Rätebewegung zur Durchführung einer Sozialisierung der Wirtschaft geführt hätte, nicht ausgeklammert. Sie wird vielmehr mit der ersten Frage verbunden: Hätte sich eine Sozialisierung der Wirtschaft positiv oder negativ auf die Demokratie als Staatsform ausgewirkt?  Weiterlesen

01.12.1993

1950 hat Robert Schuman eine wichtige Rolle bei der deutsch-französischen Annäherung gespielt. Als französischer Außenminister übernimmt er den Vorschlag von Jean Monnet, eine europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unter Einbeziehung Deutschlands zu bilden. An das Buch «Für Europa» - das ich hier kommentieren möchte - hat er bis kurz vor seinem Tod gearbeitet, geht aber darin nicht auf die Probleme ein, denen diese Gemeinschaft später konfrontiert worden ist.  Weiterlesen

01.03.1992

In den «Ideen zu einem Versuch die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen» reagiert Wilhem von Humboldt 1792 auf den kürzlich in der französischen Verfassung verankerten Anspruch des Staates, zuständig für das moralische und physische Wohl der Bürger zu sein. 1809 bringt ihn dann seine Berufung zum preussischen Kultusminister im Widerspruch zu seiner Einsicht in die Gefahren einer staatlich gelenkten Erziehung. Eine nähere Auseinandersetzung mit Ausführungen aus dieser Zeit soll zeigen, ob er seinen Grundsätzen treu geblieben ist.  Weiterlesen