Artikel & Essays

In diesem Archiv sind nahezu alle Interpretationen der sozialen Dreigliederung vertreten. Angefangen wird mit Rudolf Steiner und seinen direkten Mitstreitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und erst recht nach 1968 kommt es zu immer grundlegenderen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Vertretern. Wir versuchen einerseits diese Vielfalt abzubilden, bevorzugen aber andererseits Autoren, die uns überzeugen.

Ansicht Thema Autor/in Jahr
Coiplet, Sylvain
01.02.2004

Nicht nur die Mehrheit der Deutschen, sondern auch Menschen, die sich für Christen halten, sprechen sich für ein Kopftuchverbot aus. Sie sehen im Kopftuch ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. Sie übersehen aber, dass sie mit ihrer Unterdrückung des Kopftuchs gerade dabei sind, aus ihm ein Symbol der Freiheit zu machen.  Weiterlesen

01.10.2003

Der Tag der deutschen Einheit sollte am besten abgeschafft werden. Diese Einheit ist ein Fehler der Geschichte, ein Anachronismus. Eine deutsche Einheit, die staatliche mit kulturellen und wirtschaftlichen Elementen so durcheinanderwirft, darf es heute nicht mehr geben.  Weiterlesen

01.02.2003

In Italien gibt es vor allem Italiener, die Deutschen sind eine Minderheit. In Norditalien gibt es aber eine Gegend – Südtirol – wo die Italiener in der Minderheit sind und die Deutschen in der Mehrheit. In Südtirol gibt es wiederum eine Stadt – Bozen – wo die Deutschen nur noch eine Minderheit darstellen und die Italiener die Mehrheit stellen. Und das geht noch weiter bis zum einzelnen Südtiroler, der sich laut Gesetz alle zehn Jahre entscheiden muß, ob er Deutscher oder Italiener ist.  Weiterlesen

01.04.2000

Erziehung: Freiheit als Anfang, Mitte oder Ende? - Der Unterschied zwischen Stirner und Steiner liegt nicht in ihrer Auffassung der Freiheit. Eine passive Freiheit wird man auch bei Stirner kaum finden können. Entscheidend ist die anarchistische Ablehnung des Geistigen. Bei Steiner verträgt sich der Geist doch ganz gut mit der Freiheit, und die Eigenheit mit der Gleichheit im Geiste.  Weiterlesen

01.08.1997

Eines vorweg: Ich komme aus einem Land, wo der Nationalismus keineswegs verpönt ist, sondern noch eine politische Selbstverständlichkeit darstellt. Deutschland hat mich gerade deswegen angezogen, weil hier der Kampf gegen den Nationalismus nicht von vornherein verloren scheint.  Weiterlesen

01.07.1997

Diese Arbeit ist ein Plädoyer für individuelle Minderheitenrechte und gegen einen rechtlichen Zwang zur kulturellen Assimilation. Viele Autoren sehen darin einen Widerspruch. Wer keinen Widerspruch sehen kann, gilt ihnen dann als naiv. In der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur sehe ich aber keinen Anlaß, diese Naivität aufzugeben.  Weiterlesen

01.12.1996

In der Briefsammlung «Über die ästhetische Erziehung des Menschen» geht Schiller nur in den ersten Briefen und in dem letzten Brief auf die Politik ein. Bis zum achten Brief versucht er gegen seine Zeit zu rechtfertigen, warum er sich mit Ästhetik, statt mit Politik beschäftigen will. Ihm scheint es also nur darum zu gehen, mit dem Thema Politik «fertig» zu werden. Im siebenundzwanzigsten Brief kehrt er zwar zur Politik zurück, aber mit ihm brechen auch die Briefe ab. Heißt es, daß die «politischen» Briefe noch gar nicht geschrieben worden sind?  Weiterlesen

01.12.1993

1950 hat Robert Schuman eine wichtige Rolle bei der deutsch-französischen Annäherung gespielt. Als französischer Außenminister übernimmt er den Vorschlag von Jean Monnet, eine europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unter Einbeziehung Deutschlands zu bilden. An das Buch «Für Europa» - das ich hier kommentieren möchte - hat er bis kurz vor seinem Tod gearbeitet, geht aber darin nicht auf die Probleme ein, denen diese Gemeinschaft später konfrontiert worden ist.  Weiterlesen

01.03.1992

In den «Ideen zu einem Versuch die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen» reagiert Wilhem von Humboldt 1792 auf den kürzlich in der französischen Verfassung verankerten Anspruch des Staates, zuständig für das moralische und physische Wohl der Bürger zu sein. 1809 bringt ihn dann seine Berufung zum preussischen Kultusminister im Widerspruch zu seiner Einsicht in die Gefahren einer staatlich gelenkten Erziehung. Eine nähere Auseinandersetzung mit Ausführungen aus dieser Zeit soll zeigen, ob er seinen Grundsätzen treu geblieben ist.  Weiterlesen