Die verschleierte Macht des Geldes

16.02.2018

„Die Geldschöpfung wurde von bisherigen Kritikern des heutigen Systems vernachlässigt, obwohl hierin ‚des Pudels Kern‘ liegt. Alle Änderungsvorschläge, die nicht auf die Basis der Geldschöpfung abzielen, sind für das heutige System völlig harmlos, irrelevant, ausser dass sie zu immer brutal-aristokratischeren gesellschaftlichen Verhältnissen führen, zu immer mehr Gesetzen, Reglementierungen, Kontrollen, Überwachungen etc. Erst wenn der Hebel an der Basis der Geldschöpfung angesetzt wird, wird es kritisch für das etablierte System.“ Weiterlesen

 

Alexander Caspar - Die verschleierte Macht des Geldes (PDF)

 

Inzwischen gibt es zwar eine Initiative von Joseph Huber, die „auf die Basis der Geldschöpfung“ abzielt. Mit dem von ihm angestrebten Vollgeld wird die heutige Geldschöpfung aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Joseph Huber geht es nicht darum zu vermeiden, dass bei der Geldschöpfung Gewinne überhaupt entstehen. Er wendet sich bloss gegen die Privatisierung dieser Gewinne und gibt sich damit zufrieden, sie mithilfe der Zentralbanken zu verstaatlichen. Alexander Caspar legt dagegen dar, dass jede Erweiterung der Geldmenge eine Verschleierung darstellt, weil dadurch die Industrie gegenüber der Landwirtschaft bevorzugt wird. Von einer zeitgemässen Geldschöpfung würde man erst sprechen können, wenn sie dem Ziel eines Interessenausgleichs zwischen Landwirschaft und Industrie nicht zuwiderlaufen würde.

Sylvain Coiplet