Der Kreislauf des Geldes

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Erscheinungsjahr: 1957
Quellenangaben: Soziale Zukunft, 2.Jg., 3/4/1957, S.30-36
In den Kreislauf des Geldes sind intime rhythmische Vorgänge des Entstehens und Vergehens eingebaut. Diese Vorgänge sind denen des Blutes im menschlichen Organismus vergleichbar. Zum kleinen Kreislauf des Geldes, der sich zwischen Unternehmung und Konsument abspielt. Die impulsierende Kraft des Geldkreislaufes liegt beim Geldkapital. Die Impulskraft wird ihm mitgeteilt von den individuellen Willensentschlüssen der leitenden Persönlichkeiten im Produktions- und Handelsprozeß. Im gesamtgesellschaftlichen Geldkreislauf hat das Geld die Funktion zu vermitteln zwischen der Gesamtheit der angebotenen Waren und der Gesamtheit der Bedürfnisse, die sich in der Kaufkraft ausdrücken. Der Vollzug dieses Gleichgewichtsverhältnisses wird durch die Geldmenge organisiert. Als weitere Probleme entstehen hier die Bildung der Warenwerte und die Gestaltung des Geldwesens. Die Lebensdauer des Geldes muß dem Rhythmus der wirtschaftlichen Lebensprozesse angepaßt werden.