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Gefahr für biologische Arzneimittel durch verschärfte Nachzulassungsbestimmungen.

Gesundheitsreform 2000 - Was wirklich nötig ist

Neben dem Gesundheitsreformgesetz 2000, das massive Eingriffe in die Gesundheitspolitik zu Lasten der Patienten und der Biologischen Medizin vor allem durch eine Positivliste bedeutet (Siehe Sonderblatt) kommt eine akute Gefahr durch die geplante 10. Novelle des Arzneimittelgesetzes auf uns zu. Es ist der gesamte Arzneimittelbestand der Besonderen Therapierichtungen - Homöopathie, Anthroposophische Medizin und Phytotherapie - in seiner Existenz bedroht. Das Gesetz soll in den ersten Monaten dieses Jahres im Bundestag verhandelt werden.

Die Nachzulassung der Altarzneimittel sollte längst schon abgeschlossen sein. Durch bürokratische Versäumnisse ist dies noch nicht geschehen. Nun legt die Bundesregierung - unter Berufung auf die EU-Richtlinie - einen Gesetzentwurf vor, der den größten Teil der Biologischen Arzneimittel beseitigen würde.

So sieht der Entwurf zur 10. Novelle des Arzneimittelgesetztes unter anderem extreme Fristverkürzungen und neue kostenintensive Auflagen für die Nachzulassung dieser Arzneimittel vor. Er gefährdet bestehende Herstellungsverfahren durch verschärfte Normierung. Die Bundesregierung geht damit weit über den Anlaß der Reform hinaus, nämlich die Anpassung deutschen Rechts an die EU-Richtlinien. Es wird deutlich, daß die Zulassungsbedingungen auch für Naturheilmittel so erschwert werden sollen, daß aufgrund des gewaltigen Zeit- und Kostendruckes viele Arzneimittel verschwinden werden und somit eine "Marktbereinigung" erreicht wird. Führende Gesundheitspolitiker der Koalition sprechen von einer geplanten Reduktion der derzeit auf dem Markt befindlichen über 30.000 Arzneimittel auf etwa 6.000. Frau Ministerin Fischer nennt dies: Qualitätssicherung.

Während der Erhalt der Naturheilmittel seit dem 2. Arzneimittelgesetz 1976 von allen Regierungen als Aufgabe erklärt wurde, besteht jetzt die Gefahr, daß unter einer grünen Gesundheitsministerin der größte Teil der biologischen Arzneimittel vom Markt verschwinden würde.

Gegen diese Willkür sollen wir uns wehren.

Helfen Sie mit, die Naturheilmittel zu erhalten!

Schreiben Sie persönliche Briefe an den Bundeskanzler, die Gesundheitsministerin und Ihren lokalen Abgeordneten der Regierungsparteien. Wir schlagen etwa folgenden Wortlaut vor:

Ich bin bestürzt über den Entwurf für ein neues Gesetz zur Arzneimittelzulassung (10. Novelle des Arzneimittelgesetzes), weil dieser eine große Gefahr für die Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen bedeutet. Aus diesem Grunde wende ich mich an Sie mit der Bitte, das Nachzulassungsverfahren so zu gestalten, daß es den Möglichkeiten der Hersteller entspricht und die gesetzeskonformen Herstellungsverfahren berücksichtigt. Es darf nicht zugelassen werden, daß durch zunehmende Verschärfung der Auflagen viele dieser Mittel vom Markt verschwinden.

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Naturheilmittel? Dann stellen Sie diese kurz im Brief dar, das ist immer wirkungsvoll. Bekunden Sie Ihren Willen als Wähler gegenüber den Politikern, daß diese sich für den Erhalt dieser Mittel einsetzen.

An folgende Adressen sollten Sie Ihre Briefe senden:

An den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Herrn Gerhard Schröder
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Frau
Ministerin Andrea Fischer
Ministerium für Gesundheit
Platz der Republik 1
11011 Berlin

An den Vorsitzenden des Ausschuß für Gesundheit
Herrn Klaus Kirschner
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Wenden Sie sich an die Politiker Ihres Wahlkreises und tragen Sie ihnen Ihre Besorgnis vor!

Geben Sie ihnen unser Infoblatt zur Kenntnis und fordern Sie diese auf, sich für den Erhalt der Naturheilmittel einzusetzen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende bzw. durch eine fördernde Mitgliedschaft.

Ja, ich unterstütze die "Aktion für Biologische Medizin e. V." in ihrem Einsatz zur Erhaltung der Naturheilweisen.

Senden Sie mir bitte weitere Info-Blätter Stück

Ich unterstütze die Arbeit der "Aktion für Biologische Medizin e. V." durch eine Spende von DM

Ich werde förderndes Mitglied der "Aktion für Biologische Medizin e. V. " mit einem jährlichen Beitrag von DM 60. -

© Alle Rechte bei Aktion für Biologische Medizin e. V., Januar 2000

Aktion für Biologische Medizin e.V.
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Telefon: 0 72 31 / 14 78-0
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