Kooperation statt Konkurrenzkampf

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Erscheinungsjahr: 2009
Herausgeber: Zeitschrift "die Drei"
Format: A5
Seiten: 12

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Dr. Dietrich Spitta, ehemaliger EWG-Beauftragter und Dozent für Rechts- und Staatslehre, hinterfragt vor dem Hintergrund der Finanzkrise einen der Grundpfeiler unseres Wirtschaftssystems, das Konkurrenzprinzip. Anhand der geschichtlichen Entwicklung des Kapitalismus zeigt er, wie die Konkurrenzwirtschaft aus einer Manipulation der Wirtschaft durch den Staat entstanden ist. Der als Konkurrenzwirtschaft verstandene Kapitalismus ist also gerade nicht eine sich selbst überlassene Wirtschaft, sondern ein staatlich-rechtliches Konstrukt. Dietrich Spitta macht anschaulich, dass die unbefangene Analyse der Wirtschaft das Gegenteil der Konkurrenz als ihr ureigenes Prinzip offenbart: die Kooperation. Wenn allerdings nicht bewusst und unter Teilnahme aller Beteiligten (also auch der Verbraucher) Einrichtungen für das Wirtschaftsleben auf das ihr eigene Prinzip gegründet werden, führt diese Eigentendenz der Wirtschaft zu einer heimlichen Kooperation von nur einem Teil der Wirtschaftssubjekte: zur Kartellbildung.

Deshalb schlägt Dr. Dietrich Spitta vor, mit Rücksicht auf das Grundprinzip des Wirtschaftslebens Zusammenschlüsse aus Produzenten, Händlern und Verbrauchern zu bilden. Diese "Assoziationen" im Sinne Rudolf Steiners Idee einer sozialen Dreigliederung könnten die Kapitalströme unter Beteiligung aller Marktteilnehmer vernünftig regeln, wodurch das Ideal der Brüderlichkeit endlich das staatlich verordnete Ideal des Egoismus ablösen dürfte.

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