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Verschrottung des InterRegios nach Strafanzeige gestoppt20.04.2007 - Rainer Schulz Nach Bekanntwerden der Verschrottung von intakten InterRegio-Wagen (u.a. dieDrei 07/06) erstatteten vier in der Bahnszene Aktive, darunter der langjährige Bundestagsabgeordnete Peter Conradi, und Prof. Heiner Monheim, Uni Trier, Strafanzeige wegen Untreue gegen die Vorstände der Deutschen Bahn, Mehdorn, Rauscher und Sack. Der Staatsanwaltschaft Berlin wurden unter ausführlichem Hinweis auf Vernichtung von Bürgervermögen die Dienstanweisung des Inhaltes „verschrotten statt verkaufen“ mit der Unterschrift Mehdorns, und vier eindeutige Beweisfotos vorgelegt, sowie der entstandene Schaden in 2 –3 stelliger Mio € Höhe beziffert. Die Ermittlungen wurden nach zwei Monaten eingestellt. Begründung: nur die unteren Mitarbeiter der Bahntochtergesellschaften hätten entschieden, die Vorstände hätten keine Vermögensbetreuungspflicht. Auch seien nur schrottreife Fahrzeuge vernichtet worden, brauchbare Einzelteile aber verwertet. Im Übrigen sei die Verkaufsverweigerung an Dritte eine unternehmerische Entscheidung, die strafrechtlich nicht als Untreuehandlung zu werten ist. Die Generalstaatsanwaltschaft sah nach eingelegter Beschwerde durchaus die Vermögensbetreuungspflicht der Bahnvorstände als gegeben, bezweifelte aber, dass der Vorsatz zur Vernichtung im Sinne einer (wörtlich !) Vermögensnachteilszufügungsabsicht nachweisbar sei, eine Verurteilung sei daher wenig wahrscheinlich, – und beließ es bei der Verfahrenseinstellung. Ein ehemaliger Staatsanwalt äußerte etwas schlichter: die Durchführung des Verfahrens hätte einfach zuviel Arbeit gemacht. Nur so sei die wirklichkeitsfremde Bewertung erklärlich. Es gibt aber ein anderes Ergebnis: Die angegriffenen Bahnvorstände sahen sich zur umfassenden Rechtfertigung veranlasst, und auch im Verkehrsausschuß des Bundestages mit kritischen Nachfragen konfrontiert. Nach mehreren übereinstimmenden Informationen aus der Deutschen Bahn AG und deren Umfeld wird seit der Anzeige der InterRegio nicht weiter verschrottet. Von 1384 Wagen sind etwa 1000 erhalten geblieben. Die von vielen Fahrgästen und Bahnern gewollte Wiederinbetriebnahme als preiswerter, komfortabler Fernverkehr steht weiter aus.
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