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Andrey Albrecht

Selbstdarstellung

Aus einem vollkommen unanthroposophischen Umfeld stammend habe ich mich während meiner Gymnasialzeit für Erkenntnistheorie, Ethik und Ästhetik des deutschen Idealismus zu interessieren begonnen. Dabei fielen mir insbesondere die Darstellungsweisen Rudolf Steiners auf, welche viele Probleme, wie restreligiöse und antiindividualistische Elemente aber auch das Fehlen einer wissenschaftlichen Grundlage berücksichtigten ohne auch die wertvollen Aspekte zu verwerfen.

Über längere Zeit hinweg vertiefte ich mich darauf in Goethes Farbenlehre, zu der ich nun seit gut 10 Jahre immer noch mit Freude Experimente nachstelle und das Verhältnis zur Schulphysik zu bestimmen versuche. Damit fielen auch meine ersten Berührungen mit Anthroposophen aus Dornach zusammen, von der ich bisher vorallem Enttäuschendes berichten kann.

Während meinem Studium in Kunstgeschichte und Germanistik und einer Ausbildung zum Deutschlehrer konnte ich mich an der hervorragenden Zürcher Universität mit einem strengen positivistischen Hintergrund wichtige wissenschaftliche Methoden aneignen. Meine Lizentiatsarbeit schrieb ich über die Skizzen Steiners für den Malunterricht am Goetheanum, wobei ich auch mit dem intellektuellen Aufwand der Anthroposophen Bekanntschaft machen durfte, mit welchem sie den kunsttheoretischen Überlegungen ihres Herr Doktors begegnen.

Auf der Suche nach einer Verbindung zwischen der für mich überzeugenden Erkenntnisgrundlage Steiners und einem Interessen an sozialen Fragen begann meine Auseinandersetzung mit der Dreigliederung des sozialen Organismus. Dabei fiel mir das Institut für soziale Dreigliederung als eine sehr eigenständige Initiative auf. Die Stellungsnahme Sylvains für beziehungsweise gegen das bedingungslose Grundeinkommen motivierte mich zu einer ersten Kontaktaufnahme. Seither absolvierte ich ein einmonatiges Praktikum am Institut und versuche so weit es mir möglich ist von Zürich aus News und Essays für die Seite zu schreiben. Parallel baue ich in meiner Heimatstadt eine Praxis für Dreigliederung auf, von welcher ich hoffe, dass sie sich mit der Zeit zu einer lebendigen Dreigliederungspraxis entwickelt.

Zur Zeit sehe ich mich nach einer Eltern- und Lehrerschaft um, welche daran interessiert sind dass Lerninhalt, welche in einer Steinerschen Wissenschaft gründen, mit einer angemessenen Didaktik vermittelt werden.

Andrey Albrecht