Hand in Hand

Biologisch und fair gehandelt: HAND IN HAND

Rapunzel verbessert mit HAND IN HAND-Fonds Lebensbedingungen in den sogenannten Entwicklungsländern

Von den über 450 Produkten der Marke Rapunzel tragen 74 das HAND IN HAND-Siegel. Es bedeutet, dass diese Produkte nicht nur Bio sind, sondern zusätzlich fair gehandelt werden. Rapunzel hat derzeit 14 HAND IN HAND-Partner in Ländern wie Sri Lanka, Bolivien, Tansania, der Dominikanischen Republik, Brasilien, Burkina Faso, Paraguay, Indien und Ägypten, deren Erzeugnisse ohne Zwischenhandel bezogen werden. HAND IN HAND ist ein eigenes Label der Rapunzel Naturkost AG. Das Zeichen mit der weißen und der schwarzen Hand besteht seit 1992. Es findet sich nur auf jenen Produkten, deren Zutaten zu mehr als 50 Prozent von HAND IN HAND-Partnern stammen. Die Produkte aus dem fairen Handel machen bei der Rapunzel Naturkost AG über zehn Prozent des Umsatzes aus - mit deutlich steigender Tendenz.

Der Name „HAND IN HAND“ steht nicht nur für fair gehandelte Naturkost. Über den HAND IN HAND-Fonds verbessert Rapunzel zusätzlich die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Ländern der Erzeuger. Ein kleiner Teil des Einkaufswertes von HAND IN HAND-Produkten geht als Spende in den Fonds, der von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verwaltet wird. Hinzu kommen weitere Spenden. Seit 1998 konnten so mehr als 74 Projekte weltweit mit fast 276.000 Euro gefördert werden. Alleine im Jahr 2006 flossen 36.481 Euro in 11 soziale und ökologische Maßnahmen weltweit.

Die Projekte können, müssen aber nicht in Verbindung mit den HAND IN HANDPartnern stehen. In Honduras wurden Grundschulen im Regenwaldgebiet aufgebaut, in Sri Lanka entstand ein Jugendbildungscenter im Dorf der Kokosbauern von Rapunzel, in Tansania wurde ein Klassenzimmer für die Kinder der Kaffeebauern gebaut und in Bolivien erhielten Häuser Wassertanks und Solarmodule. Mit diesem Engagement verbessert Rapunzel konkret die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern und zeigt, dass die Verbraucher mit der Wahl ihrer Lebensmittel Verantwortung für die Situation der Erzeuger übernehmen können, die sie meist nicht kennen. Jeder Euro aus dem Fonds, also auch die Spenden, kommen zu 100 Prozent den Projekten zugute. Diese Gelder werden nicht durch Verwaltungskosten geschmälert.

Ein Beispiel für die HAND IN HAND-Partnerschaft ist die Zusammenarbeit von Rapunzel mit El Ceibo, einer Kleinbauerngenossenschaft in Bolivien, die rund 800 Mitglieder hat. In den feuchtheißen Tropen bauen sie Kakao nach ökologischen Richtlinien für Rapunzel-Schokoladen und andere Kakaoprodukte an. Die steigende Nachfrage nach diesen Produkten fördert auch die HAND IN HAND-Idee.

Alle HAND IN HAND-Lieferanten werden regelmäßig auf Einhaltung der Kriterien kontrolliert, mindestens einmal in zwei Jahren. Auch Rapunzel erfährt eine neutrale Überprüfung der HAND IN HAND-Aktivitäten durch die Bio-Kontrollstelle IMO (Institut für Marktökologie, Schweiz), zuletzt im August 2005.

Mit Verwendung des Zeichens „HAND IN HAND“ für ihre Produkte garantiert die Rapunzel Naturkost AG langfristige Handelsbeziehungen mit den Erzeugern, sichere Abnahme, faire Produktpreise über dem Niveau des Weltmarktes, Unterstützung und Beratung sowie die Förderung des gemeinnützigen HAND IN HAND-Fonds. Die HAND IN HAND-Partner ihrerseits garantieren eine soziale Absicherung ihrer Mitarbeiter, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit einzusetzen, Transparenz zu gewähren und Produkte in Bio-Qualität.

Bei fair gehandelten Produkten mit dem HAND IN HAND-Zeichen handelt es sich garantiert zu 100% um Bio-Produkte. Unter anderen Fair Trade-Zeichen wird auch konventionell erzeugte Ware vermarktet. Rapunzel setzt daher auf die eigene Kennzeichnung seiner fair gehandelten Bio-Produkte.

Im Verlauf des Jahres 2005 hat Rapunzel drei neue Erzeuger und Kooperativen in den Kreis der HAND IN HAND-Partner aufgenommen. So können nun auch, beispielsweise, getrocknete Mangos aus Burkina Faso (Afrika) als biologisch angebaut und gleichzeitig fair gehandelt vermarktet werden.

Presseinformation der Rapunzel Naturkost AG, Januar 2007