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Kleines Lexikon der sozialen Dreigliederung

Mit diesem kleinen Lexikon läßt sich an einzelnen Beispielen gut einschätzen, was eine soziale Dreigliederung zur Erneuerung unserer Gesellschaft beitragen kann. Bei manchen Stichworten wird zusätzlich auf News, Essays und Initiativen zum jeweiligen Thema verwiesen.

 

Ein weiteres Lexikon mit zahlreichen Zitaten finden Sie bei Werner Breimhorst

 

Charakteristisch für die Anthroposophie ist die Überzeugung, daß jeder Mensch die geistige Welt erkennen kann, wenn er nur entsprechend an sich arbeitet. Die Anthroposophie zielt aber nicht nur auf die eigene Weiterentwicklung. Viele konkreten Umsetzungen im pädagogischen, heilpädagogischen, medizinischen und landwirtschaftlichen Bereich zeigen, daß geistige Erkenntnisse auch praktisch relevant werden können. Weniger bekannt ist der aus der Anthroposophie hervorgegangene Ansatz der sozialen Dreigliederung, der Wege zu einer sozialen Umgestaltung in Richtung kulturelle Vielfalt, solidarische Wirtschaft und demokratische Grundrechte aufzeigt.
Könnte es sein, daß die einseitige Ausrichtung der Wirtschaft auf die Interessen der Produzenten die Hauptursache der Arbeitslosigkeit darstellt? Diese Frage ist vielleicht ungewöhnlich. Die bisherigen Ansätze scheinen aber nicht viel gegen die Arbeitslosigkeit geholfen zu haben. Angenommen, die Arbeitslosigkeit liegt an falschen Prioritäten: Wie läßt sich dann dafür sorgen, daß die Konsumenten die eigentlichen Arbeitgeber werden?
Eine Assoziation ist ein Zusammenschluß von Konsumenten, Händlern und Produzenten mit dem Ziel, die Preise so zu beeinflussen, daß alle Beteiligten damit auskommen können.
Das Bevölkerungswachstum ist eher ein Symptom als eine Ursache der Armut - und eine staatliche Familienplanung gehört eher zum Problem als zur Lösung. Zu den Ursachen des Bevölkerungswachstums zählen auch die Benachteilung der Frauen und der Mangel an wirtschaftlicher Solidarität. All diese Ursachen liessen sich gut überwinden, ohne die Menschenwürde anzutasten. Bis es so weit ist, lassen sich die negativen Folgen des Bevölkerungswachstums durch den Ökolandbau viel besser lindern als etwa durch die Gentechnik.
Das Bevölkerungswachstum ist eher ein Symptom als eine Ursache der Armut - und eine staatliche Familienplanung gehört eher zum Problem als zur Lösung.
Zu den Ursachen des Bevölkerungswachstums zählen - neben der Benachteilung der Frauen - auch der Mangel an wirtschaftlicher Solidarität. Entgegen der Behauptung totalitärer Staaten lassen sich diese Ursachen gut überwinden, ohne die Menschenwürde anzutasten.
Bis es so weit ist, lassen sich die negativen Folgen des Bevölkerungswachstums durch den Ökolandbau viel besser lindern als etwa durch die Gentechnik. Daß dies bei der UNO noch nicht so richtig eingesehen wird, liegt vor allem daran, daß an entscheidenden Stellen Menschen stehen, die ihr Geld vorher in der Gentechnikbranche verdient haben - und wahrscheinlich noch verdienen.
Der Boykott ist zu einer beliebten Waffe der Zivilgesellschaft gegen die Übermacht der Großkonzerne geworden. Aber auch innerhalb des Wirtschaftslebens selbst kommt dem Boykott eine zentrale Funktion zu - anstelle von Streiks.
Eine soziale Dreigliederung macht die Parteiherrschaft überflüssig. Durch die Rückbesinnung des Staates auf seine eigentlichen Aufgaben wird eine wirkliche Demokratie möglich.
Unser Eigentumsrecht wird erst dann aufhören, der Gesellschaft zu schaden, wenn es - wie die Urheberrechte - zeitlich begrenzt ist. Dem steht noch das römische Recht entgegen, mit seiner Tendenz, das Eigentum zu verabsolutieren. Dies hat positive Auswirkungen gehabt, weil es der Individualität freien Lauf gegeben hat. Die Bindung an der Familie durch das Erbrecht schränkt aber diesen individuellen Charakter wiederum ein. Dieser Rest an Kollektivismus hindert uns daran, das Eigentum wirklich an die individuellen Fähigkeiten zu binden.
Mit dem Erbbaurecht (auch Erbpacht) ermöglicht der Gesetzgeber eine rechtliche Trennung zwischen dem Eigentümer eines Grundstücks und dem Eigentümer des Bauwerks, das sich auf diesem Grundstück befindet. Mit dem Erbbaurecht kommt also der Gesetzgeber einer der Hauptforderungen der Bewegung der sozialen Dreigliederung entgegen: Ein Haus kann, insofern es Ware ist, gehandelt werden, die Nutzung des Grundstück dagegen als einem Stück Natur oder dem Ort, an dem sich die Ware befindet oder produziert wird, ist eine Frage des Rechts.
Eine Entstaatlichung der Wirtschaft heißt nicht, daß man die Preise dem Zufall überläßt, sondern daß es Aufgabe der Wirtschaft selber ist, das Angebot aktiv an die Nachfrage anzupassen. Ein erster Schritt dorthin sind Faire Preise wie beim Fairen Handel, wo sich die Konsumenten nach den Preisen richten, die Produzenten zum Leben brauchen. Den gewonnenen Spielraum können dann die Produzenten nutzen, um ihr Angebot besser anzupassen.
Realwirtschaftlich gesehen besteht der Wert des Eigentums an Produktionsmitteln in dem, was die Erzeuger der Waren an die Eigentümer abgeben müssen. Deshalb aber ist es nicht nur unrecht, das Eigentumsrecht zu kapitalisieren, sondern auch ökonomischer Unsinn. Der Wert der Grundlage der Warenproduktion muss im Zusammenhang mit den arbeitenden Menschen gesehen werden, und kann nicht in der selben Weise berechnet werden wie die Waren, die mit seiner Hilfe erzeugt werden. Auch während der Finanzkrise von 2007 und ihrem Vorläufer, der Immobilienkrise, hat man einfach nur übersehen, dass der Boden, die vermeintliche Sicherheit, selbst keine Ware ist, sondern nur insofern einen wirtschaftlichen Wert bekommt, als er Grundlage der Warenproduktion wird. Die finanzielle Bewertung nicht der Waren, sondern des Rechts an der Vorraussetzung für die Warenproduktion ist notwendig immer spekulativ. Darum will die Bewegung der sozialen Dreigliederung den Finanzmarkt nicht regeln, sondern bekämpfen.
Wenn Sie Geld verdienen wollen, sind Sie hier richtig - um Ihren Horizont zu erweitern. Hier geht es nämlich um die Frage, wie Geld in der Wirtschaft wirkt - und um die Frage, wie man dafür sorgen kann, daß es nur zum besten der Wirtschaft wirkt. Dazu braucht das Geld eine Laufzeit, die an den brauchbaren Produktionsmitteln gekoppelt ist, damit es an der realen Wirtschaft gebunden bleibt und nicht anfängt, sich zu verselbständigen.
Zur Wirtschaft gehört auch die Währung, die daher weder von einer nationalen noch von einer europäischen Zentralbank verwaltet werden kann.
Globalisierung bedeutet einerseits Weltwirtschaft, was meist nicht so sehr eine gemeinsame Wirtschaft als eine Überwindung der schwachen durch die starken Volkswirtschaften bedeutet. Andererseits meint Globalisierung die Ökonomisierung der Welt und damit die Tendenz, alles zur Ware zu machen. Diese recht problematischen Entwicklungen lassen sich nur durch eine Stärkung des Fairen Handels und der Zivilgesellschaft umkehren.
Bei Götz Werner muß man streng zwischen dem Praktiker und dem Theoretiker unterscheiden. So kann man seine Verdienste anerkennen, ohne in den Fehler zu verfallen, zu seinem bedingungslosen Anhänger zu werden.
Kunden boykottieren hessnatur seit dem 1. Juni 2012, als die schweizer Private-Equity-Gesellschaft Capvis das Fairtrade-Unternehmen übernahm. Hessnatur gilt als der Pionier im Handel von Fairtrade- und Ökotextilien. Die Gründung von hessnatur durch Heinz Hess im Jahr 1976 war z.B. zugleich die Geburtsstunde des ökologischen und fairen Baumwollanbaus. Menschen, die bei hessnatur kaufen, tun dies ganz bewusst, um ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften zu unterstützen. Bei einer Übernahme des Unternehmens durch die Schweizer Investmentgesellschaft Capvis fürchten sie jedoch, mit einem Einkauf bei hessnatur in Zukunft den genau entgegengesetzten Zweck zu finanzieren. Viele warten deshalb jetzt mit weiteren Einkäufen bei hessnatur, bis Capvis sich zurückzieht und eine Weiterführung des Ökomodenversenders durch die Genossenschaft hnGeno garantiert werden kann.
Es gehört zur Unabhängigkeit der Justiz, daß Richter gar nicht vom Staat eingesetzt werden können, soweit es um Fragen des Straf- und Zivilrechts geht.
Konservatismus hat zum Ziel, eingebürgerte Gesellschaftsverhältnisse zu bewahren und zu konservieren. Für die Dreigliederung und Anthroposophie mit einer evolutionären Geschichtsauffassung ist dieser Versuch eine Sünde gegen die Menschheit.
Eine Korporation ist ein Zusammenschluß von Menschen auf Grund einer gemeinsamen Kultur, Sprache, Religion, Weltanschauung, Pädagogik oder auch desselben Berufes. Durch ihre Einseitigkeit oder ihren Vorbildcharakter beleben sie das Geistesleben.
Die vorhandenen Korruptionsindexe erfassen nur die illegale Korruption. Nimmt man die legale Korruption dazu, würden Länder wie die Vereinigten Staaten an der Spitze stehen.
Der Liberalismus steht für geistige Freiheit, so wie die Dreigliederung, aber er steht auch für Freiheit der Wirtschaft, im Sinne des freien, ungeregelten Markts, wo nur Angebot und Nachfrage die Produktion regeln, und im Sinne des Kapitalismus.
Der Nationalismus kann nur zerstören. Nation heißt soziales Chaos - ein heilloses Durcheinander von Kultur, Staat und Wirtschaft.
Die organische Architektur fasst unterschiedliche Strömung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen. Gemeinsam ist ihnen die Orientierung an Lebendigem, wobei es weniger um die vordergründige Nachahmung der Natur ging, sondern um eine Bauform, welche dem Menschen als organische Lebensform angemessen ist. Die Suche nach einer zeitgemässen Form ist verbunden mit neuen technischen Möglichkeiten und der Befreiung von historisierenden Architekturstilen. Dabei wurden die Schwerpunkte unterschiedlich gesetzt. Merkmale sind der bewusste Umgang mit Baumaterialien und die Integration des Baus in die Landschaft. Die organische Architektur ist verbunden mit Anliegen wie Ökologisches und Gesundes Bauen. Durch Förderung der Gemeinschaftsbildung soll dem Rückgang traditioneller Zusammenhänge und die damit einhergehende Anonymität eine zeitgemässe Form entgegengestellt werden. Im Zeichen der Individualisierung wird das Bedürfnis nach Mitgestaltung des Einzelnen wahrgenommen.mpfen.
Liste aller Stichworte
Wer Anthroposoph wird, der kann im nächsten Aufenthalt im Geisterland, weil der relativ weit ist spirituell, kann er mitentscheiden wie sein Körper aussehen wird, kann er vom Geisterland aus seinen Körper mitmodelieren, und da würde sich sozusagen die Aufhebung der Rassen, jetzt was das Äußerliche betrifft, dadurch durch die Anthroposophe eingeleitet.
Peter Bierl - Alles Karma, Vortrag und Diskussion, 2001
Der Rassismus stellt nicht nur eine Rasse über die anderen, sondern auch die Rasse über das Individuum.
Reinkarnation meint die Tatsache, dass der Mensch mehrere Erdenleben durchmacht. In Indien und anderswo ist der Gedanke der Reinkarnation sehr präsent. Im Westen herrschen dagegen Religionen, die den Gedanken der Reinkarnation mehr oder weniger ausgerottet haben und dadurch dem Materialismus zum Siegeszug verholfen haben. Der positive Aspekt des Ausblendens der Reinkarnation ist der weit stärker entwickelte Sinn für individuelle Freiheit. Richtig individuell wird aber der Mensch erst, wenn er trotz gesteigerter Individualität wieder Zugang zur Idee der Reinkarnation findet, weil dies ihn vor der Vereinnahmung durch ein bestimmtes Volk oder ein bestimmtes Geschlecht schützen kann.
Nicht das Geld, was eingespart oder angelegt ist, arbeitet für die Rente, sondern die nächste Generation. Wer in freie Bildung investiert, sorgt dafür, daß sie es leichter hat, die ältere Generation mitzutragen. Mehr Bildung durch mehr Schenkung ist daher die beste Rentenreform.
Kindern die Gelegenheit geben, in einer Schülerfirma zu arbeiten, bedeutet nicht, sie zum Kapitalismus zu erziehen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Kapitalismus (in der gewohnten Wortbedeutung) liegt nicht im Wesen der Wirtschaft selbst, sondern wird vom Staat und den staatlichen Bildungsanstalten als Ideologie in diese hineingetragen. Dem Wesen der Wirtschaft kommen die Kinder aber näher, wenn sie in ihrer Schülerfirma verstehen lernen, wo eine Ware herkommt, wo sie hingeht, und was sich hinter ihrem Preis verbirgt. Dann setzen sie der Ideologie des Kapitalismus eine Wahrheit entgegen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Schülerfirma eine echte Firma ist und echte Produkte verkauft, so wie die mancher Waldorfschulen, und nicht bloß Entertainment-Charakter hat, wie das leider an vielen Staatsschulen der Fall ist.
Schulfreiheit heißt nicht die Abwesenheit von Schule, sondern die freie Wahl der Schule. Sie schließt die Abschaffung der staatlichen Lehrpläne ein.
Der Sozialismus hat seinen Ursprung in einem berechtigten Ideal, der Brüderlichkeit. Er läßt sich aber nicht realisieren ohne die beiden anderen Ideale der Gleichheit und Freiheit dazu zu nehmen.
Rudolf Steiner und Emil Molt, die Initiatoren der Dreigliederungs-Bewegung, waren zugleich auch die Gründer der ersten Waldorfschule im Jahr 1919. Mit der Waldorfschule wollten sie einen ersten Beitrag dazu leisten, die Kultur von Staats- und Wirtschaftsmacht zu befreien. Daher ist es auch kein Wunder, dass soziale Themen überproportional häufig Gegenstand der Lehrplan-Empfehlungen Rudolf Steiners sind. So soll etwa die Zinsrechnung am Beispiel des Wechsels und Deutsch am Beispiel von Geschäftsbriefen geübt werden. In der 7. Klasse sollen alle Kinder die einfache, in der 10. die doppelte Buchführung beherrschen. Daneben soll das Fach "Soziale Erkenntnis" einen Überblick über die Zusammenhänge im sozialen Leben geben. Leider ist in den heutigen Waldorfschulen anstelle des Sozialen das Künstlerische überproportional vertreten. Seit der jüngsten Finanzkrise beginnen jedoch immer mehr Schulen, den Sinn der genannten Lehrplan-Empfehlungen zu verstehen und im Unterricht zu berücksichtigen.
Der Staat ist aus der Machtsucht der Fürsten erwachsen und hat alle gesellschaftlichen Bereiche zentralisiert: Alle rechtlichen Beziehungen monopolisiert und das Geistesleben und Wirtschaftsleben reglementiert.
Bei einer reellen Steuerreform wäre es mit einer gestaffelten Ausgabesteuer möglich, die Steuerlast gerecht zu verteilen und gleichzeitig das Steuersystem radikal zu vereinfachen.
Subventionen soll sich die Wirtschaft selber geben, statt den Markt für allmächtig zu halten - und trotzdem nach staatlichen Subventionen zu schreien.
Der Terrorismus wird oft auf eine Art bekämpft, die ihn nur bestätigt und verstärkt. Wer dem Terrorismus den Krieg erklärt, gibt sich eigentlich geschlagen. Wer den Terrorismus als Vorwand nimmt, um Minderheiten zu kriminalisieren, schafft ihm nur Sympathien. Dies gilt nicht nur für die derzeitige US-Regierung, sondern auch für die europäischen Anhänger eines Kopftuchverbots. Sie halten sich für Vorkämpfer der Freiheit, verbauen aber den anderen den eigenen Weg zur Freiheit.
Eine wirkliche Therapiefreiheit setzt eine Entstaatlichung der Arztausbildung voraus. Diese Verstaatlichung trägt wesentlich zur heutigen Kostenexplosion im Gesundheitswesen bei. Die konventionelle Medizin dient eben weniger den Patienten als den Pharmakonzernen.
Udo Herrmannstorfer ist Betriebswirt, tätig als Berater von Unternehmen und Einrichtungen bei der Gestaltung sozialer Prozesse, Strukturen und der Schulung von Mitarbeitern.
Leitung des Instituts für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung, Dornach (CH). Seminartätigkeit u.a. beim Institut für soziale Gegenwartsfragen, Stuttgart.
Werbung gibt es überall da, wo die Wirtschaft nicht mehr dient, sondern sich bedient. Die Bedeutung der Werbung ist symptomatisch für unsere Produzentenwirtschaft, wo die Initiative von den Unternehmen ausgeht und ein Heer von Kaufleuten, Psychologen und Künstlern allein damit beschäftigt ist, dem Kunden das Gegenteil zu suggerieren. Es gibt kaum etwas Traurigeres als sich Künstler anzuhören, wenn sie die Werbung in Schutz nehmen, mit dem Argument, sie würden davon leben. Wer von Entwicklungshilfe lebt, kommt wenigstens nicht auf die Idee, die Subventionspolitik der Industrieländer zu loben. Das Einzige, was die Werbung adeln kann, ist das gesellschaftliche Engagement einiger Firmen. Gemeint ist nicht das Sponsoring, das nichts weiter ist als versteckte Werbung, sondern der Einsatz für einen fairen Handel.
Wilhelm Schmundt wollte die soziale Dreigliederung ins Rechte denken, und das ist ihm leider gelungen. Er hat nämlich alles, was Rudolf Steiner zum Wirtschaftsleben und zum Geld gesagt hat, so umgedeutet, daß es einen rechtlichen Charakter bekommen hat. Er konnte nur in solchen Kategorien wie Rechten und Pflichten denken und mußte die soziale Dreigliederung entsprechend amputieren. Die verheerenden Folgen sieht man noch heute bei seinen Anhängern, die das Geld demokratisieren wollen, statt das Wirtschaftsleben durch die Schaffung von Assoziationen in die Lage zu versetzen, das Geld wieder an der Realwirtschaft zu koppeln.
Die Zivilgesellschaft ist dabei, neben Weltwirtschaft und Weltpolitik eine dritte globale Kraft zu werden.

Sylvain Coiplet

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